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Fast 55 Jahre lang war Erwin Höll als Berichterstatter für die PZ aktiv. Foto: privat

Trauer um Straubenhardts Chronisten Erwin Höll

Sein Kürzel „eh“ war dem Lesern der „Pforzheimer Zeitung“ ein Begriff. Schließlich hat der Feldrennacher Erwin Höll seit dem Jahr 1953 in der PZ vor allem aus dem Vereinsleben seiner Heimatgemeinde, dem heutigen Straubenhardt, berichtet. Sein erster Text galt den Jubiläumsvorbereitungen des „Liederkranzes“ Feldrennach, in dessen Chor er als Tenor sang.

„Erwin Höll war eine wichtige Institution in der Gemeinde“, meint der frühere Straubenhardter Hauptamtsleiter Hubert Mahle. Es gebe kaum einen Verein, über dessen Veranstaltungen der Verstorbene nicht berichtet habe – ob nun für die „Pforzheimer Zeitung“ oder für das örtliche Amtsblatt. „Er war einfach immer da – und ist auch jedes Mal bis zum Schluss geblieben.“ So sei Erwin Höll selbst ein wichtiges Stück Geschichte Straubenhardts geworden. Dabei berichtete er nicht nur über das Vereinsleben, er war auch selbst Mitglied in vielen Vereinen, vor allen Dingen in seinem Heimatort Feldrennach. Neben dem „Liederkranz“ waren das zum Beispiel der Obst- und Gartenbauverein oder auch der Turnverein. Erwin Höll habe aber auch andere örtliche Themen aufgegriffen – durchaus mit kritischen Bemerkungen an die Adresse der Verwaltung. „Das hat in der Regel gefruchtet“, erinnert sich der frühere Hauptamtsleiter.

Fast 55 Jahre lang war der Feldrennacher für die PZ im Einsatz, ehe ein Schlaganfall ihn kürzer treten ließ. Trotzdem sei er bis zuletzt „gut beieinander“ gewesen, heißt es aus der Familie. Vor allem sein Garten und das eigene Obst seien ihm bis zuletzt ein Herzensanliegen gewesen und er habe dort noch fleißig geschafft. 2007 erhielt Erwin Höll vom damaligen Rathauschef Willi Rutschmann die Bürgermedaille Straubenhardts in Silber verliehen. Der gelernte Industriekaufmann und langjährige Banker sei nun nach kurzer Krankheit friedlich im Kreis seiner Lieben verschieden, so die Familie. Seine Frau Irene war vor acht Jahren verstorben.

Die Trauerfeier findet am Freitag, 21. Dezember, um 13 Uhr in der Stephanskirche Feldrennach statt.