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Walter Bischoff, Bürgermeister Michael Schmidt, Reiner Roth, Andreas Maurer und Bauamtsleiter Ralf Kilgus (von rechts) setzen symbolisch die Stromturbine im Wasserhochbehälter Göbrichen in Gang.   Manfred Schott
Walter Bischoff, Bürgermeister Michael Schmidt, Reiner Roth, Andreas Maurer und Bauamtsleiter Ralf Kilgus (von rechts) setzen symbolisch die Stromturbine im Wasserhochbehälter Göbrichen in Gang. Manfred Schott
12.12.2018

Trinkwasser liefert Neulingen auch gleich noch Strom

Neulingen. Bürgermeister Michael Schmidt und Bauamtsleiter Ralf Kilgus haben zusammen mit den Gemeinderäten Walter Bischoff und Reiner Roth symbolisch die Energiegewinnungsanlage im Wasserhochbehälter Göbrichen in Betrieb genommen.

„Der Einbau dieser Stromturbine ist ein Beitrag der Gemeinde zur Gewinnung erneuerbarer Energien“, sagte Schmidt. Er wies darauf hin, dass mit dem ohnehin vorhandenen Druck des ankommenden Trinkwassers aus der Bodenseewasserversorgung bis zu 30 000 Kilowattstunden elektrischer Strom im Jahr erzeugt werden können. Das entspricht dem Stromverbrauch von zehn bis 15 Haushalten.

Der im Hochbehälter erzeugte Strom wird größtenteils für dessen Betriebssystem und vor allem für die eingebauten Druckerhöhungsanlagen verbraucht. Diese sorgen für den notwendigen Wasserdruck in den Haushalten der Verbraucher und im Brandfall an den Hydranten für den Einsatz der Feuerwehr.

Im Hochbehälter sind vier Wasserkammern mit zusammen 1550 Kubikmetern Fassungsvermögen eingebaut. Daraus werden die Neulinger Ortsteile Göbrichen und Bauschlott versorgt. Wie Projektleiter Andreas Maurer von der Stuttgarter Firma „RBS wave“ erläuterte, würde ohne die Energierückgewinnungsanlage der ankommende Leitungsdruck des Bodenseewassers wirkungslos verpuffen. Laut Kilgus kostete die Energiegewinnungsanlage netto rund 68 000 Euro. Man rechne damit, dass sich diese Investition in etwa 20 Jahren amortisiert.