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An der Brühlstraße steht eine kommunale Geschwindigkeitstafel. Die zeigte am Donnerstagmittag aber zumeist nur „Matrix ok“ an oder blieb komplett schwarz. Foto: Marx
An der Brühlstraße steht eine kommunale Geschwindigkeitstafel. Die zeigte am Donnerstagmittag aber zumeist nur „Matrix ok“ an oder blieb komplett schwarz. Foto: Marx
Mit schwerem Gerät gearbeitet wird an der Baustelle für den neuen Kreisverkehr am Ortsausgang Richtung Ersingen. Foto: Marx
Mit schwerem Gerät gearbeitet wird an der Baustelle für den neuen Kreisverkehr am Ortsausgang Richtung Ersingen. Foto: Marx
15.03.2018

Trotz Baustellen in Bilfingen: Autofahrer ignorieren Umleitungsschilder

Kämpfelbach-Bilfingen. Volker Häuser ist genervt. Der selbstständige Maschinenbaumeister schaut aus dem Fenster seines CNC-Technik-Betriebes runter auf die Boschstraße und sieht, wie sich der Schleichverkehr durchs Bilfinger Gewerbegebiet schlängelt. Was den 59-Jährigen aber noch mehr ärgert: Es sind viele Auswärtige unter den Verkehrsteilnehmern, denen die Umleitungsschilder schon in Wilferdingen, Königsbach oder Stein entweder egal zu sein scheinen oder die sich – verführt durch ihr Navi – direkt an die Baustelle lotsen lassen, um dann in der Regel gleich mehrere, falsche Entscheidungen zu treffen: entweder verbotenerweise auf der Baustellenstraße weiterzufahren, abzudriften bis zum Radweg zwischen Bilfingen und Ersingen, um erst dort zu wenden, oder ratlos anhalten, um den Verkehr zu blockieren.

Zur Erinnerung: Noch für Monate gibt es gleich zwei Großhindernisse in der Bilfinger Ortsdurchfahrt: die Wanderbaustelle auf der Hauptstraße und der Arbeitsbereich für den neuen Kreisel am Ortsausgang Richtung Ersingen. Eigentlich soll der Verkehr großräumig an Bilfingen vorbei fließen. Wer von Königsbach nach Bilfingen kommt, trifft sofort auf die Wanderbaustelle und wird in die Steiner Straße abgelenkt, um den größten Teil des Weges auf der Brühlstraße parallel zur Hauptstraße durch Bilfingen zu fahren. Auswärtigen bleibt zunächst verborgen, dass es zwei Baustellen gibt. Und so versuchten viele Ortsunkundige, so Häuser, die Wanderbaustelle lediglich zu umfahren, um alsbald quer durch die Wohngebiete wieder auf die Hauptstraße zu gelangen. Die notwendigen Wendemanöver führten zu gefährlichen Situationen mitten in Wohngebieten mit Kindern, unterstreicht der Bilfinger aus eigener Anschauung.

Am Herzen liegt Häuser, dass die Verwaltung mehr tut: Zwar gebe es in der Region zahlreiche kleine und auch einige wenige größere Schilder, die auf das Problem hinwiesen. Aus seiner Sicht sinnvoll wäre es aber, die bestehenden, gelben Großraumschilder mit Hinweisen zu versehen. Kämpfelbachs Hauptamtsleiter Thomas Huck erläutert, dass man praktisch täglich mit dem Landratsamt in Verbindung stehe und alle Möglichkeiten auslote, die Verkehrsströme zu optimieren. Joachim Santo von der Straßenverkehrsbehörde des Landratsamts versteht die Nöte der Anwohner. Er werde nochmals prüfen, ob die Beschilderungen zur Umfahrung für Auswärtige wirklich gut zu erkennen seien. Nachbesserungen seien denkbar.

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