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Symbolbild. 

Übergriff auf einer Hoteltoilette im Enzkreis: Vergewaltiger erhält Bewährungsstrafe

Pforzheim/Enzkreis. Beim zweiten Anlauf vor Gericht hat ein heute 39 Jahre alter Mann den Vorwurf eingeräumt: Am frühen Morgen des 25. Dezembers 2015 hat der Deutsche mit russischer Herkunft eine 42-jährige Frau auf einer Hoteltoilette im Enzkreis geschlagen und vergewaltigt. In einer ersten Verhandlung – damals hatte er die Tat noch abgestritten – war eine dreijährige Freiheitsstrafe gegen den Mann verhängt worden.

Jetzt sprach die Kleine Kammer des Landgerichts eine zweijährige Freiheitsstrafe aus, die auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wird. Eine Geldauflage in Höhe von 2000 Euro muss der Täter an eine gemeinnützige Organisation zahlen, die sich für Sexualopfer einsetzt. Eine Rolle spielte beim Strafmaß das Geständnis des Angeklagten und die Tatsache, dass er sich vor und seit dieser Tat nichts zu Schulden kommen ließ. Vor Gericht bot der Mann dem Opfer 2450 Euro Schmerzensgeld an. Die Summe hatte er bar mitgebracht. Der genaue Tathergang von Weihnachten 2015 lässt sich nur in Bruchstücken nachvollziehen. Täter und Opfer kannten sich anscheinend flüchtig und landeten nach einer durchgefeierten Nacht auf der Hoteltoilette. Was vor Gericht für Rätselraten sorgte: Nach der der Tat waren Täter und Opfer auf der Terrasse des Hotels zusammengesessen, um zu rauchen. Dann ließ sich das Opfer zu einer alten Wohnung bringen, um ihren richtigen Wohnsitz nicht verraten zu müssen. Von dort aus rief sie noch am Vormittag des ersten Weihnachtsfeiertages die Polizei. Im Krankenhaus wurden ein blaues Auge und weitere Hämatome sowie Rötungen an den unterschiedlichsten Körperstellen festgestellt, die darauf hinwiesen, dass der Täter die Frau gegen ihren Willen zum Geschlechtsverkehr gezwungen hatte.

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