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Derzeit befinde man sich im Enzkreis in der Pandemiestufe 2, der „Anstiegsphase“  Foto: Robert Kneschke - stock.adobe.com (Symbolbild) 

Überlastung des medizinischen Systems müsse verhindert werden: Gesundheitsamt analysiert aktuelle Corona-Lage im Enzkreis

Enzkreis. Eine Corona-Zwischenbilanz hat Gesundheitsamtsleiterin Dr. Brigitte Joggerst den Ausschussmitgliedern des Kreistags präsentiert. So seien Stand Mittwoch seit 7. März 1551 positive Fälle im Enzkreis gezählt worden. 35 Corona-Infizierte seien verstorben.

Derzeit befinde man sich in der Pandemiestufe 2, der „Anstiegsphase“. Die Sieben-Tages-Inzidenz liege bei 22 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohnern. Vom Warnwert (35) oder gar vom Grenzwert (50), der die „Kritische Phase“ kennzeichne, sei der Enzkreis also noch ein gutes Stück entfernt. Die Maskenpflicht und der Verzicht auf Großveranstaltung zeige trotz einer spürbaren Corona-Müdigkeit in der Bevölkerung Wirkung so Joggerst, deshalb sei im Vergleich zum Frühjahr nur ein relativ langsamer Anstieg zu verzeichnen.

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In die Höhe geschnellt ist die Zahl der Quarantänefälle. Ende September waren es 425, am Mittwoch 380. das sind fast acht mal so viele wie Mitte August. Das Gesundheitsamt sei praktisch rund um die Uhr damit beschäftigt, Kontaktpersonen von Infizierten zu kontaktieren, um die Virusausbreitung einzudämmen. Ganz verhindern könne man sie nicht, so Joggerst:

„Wir können ja keinen Überwachungsstaat einrichten.“

Ziel sei, eine Überlastung des medizinischen Systems zu verhindern und einen erneuten Lockdown zu vermeiden. Als Hotspot im Enzkreis habe man Mühlacker ausgemacht – mit hohen Fallzahlen seit Anfang September. „Einen Grund dafür können wir nicht nennen“, so Joggerst. Mit der Stadt sei man aber im engen Austausch.

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Sven Bernhagen

Sven Bernhagen

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