Der ausgedachte Unfall seines Enkels brachte einen Senior aus Eisingen um Silber und Bargeld.
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Region
Unfall des Enkels als Köder: Senior fällt auf falsche Polizeibeamte herein
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Eisingen. Erneut treiben Betrüger in der Region ihr Unwesen: Ein Mann aus Eisingen hat am Dienstagabend nach einem Anruf falscher Polizisten sowohl Silber als auch Bargeld übergeben. 

Wie die Polizei mitteilt, sei der Senior von seinem angeblichen Enkel und einem angeblichen Polizeibeamten telefonisch kontaktiert worden. Sein Enkel habe einen Verkehrsunfall gehabt, wobei ein Mensch ums Leben kam, so die Schilderung. Unter diesem Vorwand sei der Mann zu einer Geldübergabe bewegt worden, die als Kaution für seinen angeblichen Enkel dienen solle. Gegen 18 Uhr habe eine Abholerin an der Wohnanschrift in der Höhenstraße vorbeigesehen. Sie werde als kleine, ausländische Frau beschrieben. Der Geschädigten habe Silber und Bargeld im Wert von knapp 30.000 Euro ausgehändigt.

Die Kriminalpolizei Calw hat die Ermittlungen übernommen und bittet Zeugen, die verdächtige Beobachtungen im Bereich der Höhenstraße gemacht haben oder Hinweise auf die Frau geben können, sich beim Kriminaldauerdienst Pforzheim telefonisch unter der (07231) 1864444 zu melden.

Immer wieder sind Betrüger unterwegs, die sich als Polizisten ausgeben, um in den Besitz von Geld und anderen Wertgegenständen zu gelangen.

Diese Tipps gibt die Polizei:

  • Die Polizei werde Personen niemals um Geldbeträge bitten oder dazu auffordern, Geld oder Wertsachen herauszugeben.
  • Die Polizei werde Personen niemals unter der Polizeinotrufnummer 110 anrufen.
  • Am Telefon sollten Betroffene nie Auskunft über die persönlichen und finanziellen Verhältnisse oder andere sensible Daten geben. Gegebenenfalls einfach auflegen.
  • Niemals sollten man unbekannten Personen Geld oder Wertsachen übergeben.
  • Gegebenenfalls sei es ratsam eine Vertrauensperson hinzuzuziehen, zum Beispiel  Nachbarn oder nahe Verwandte.
  • Wer sich unsicher sei, oder glaube, Opfer eines Betrugsversuchs zu sein, solle die Polizei telefonisch unter der 110 anrufen oder wenden sich an das jeweilige Polizeirevier wenden. Wichtig: Die Telefonnummer des Reviers müsse im örtlichen Telefonbuch selbst heraus werden. Betroffene sollten selbst wählen, auf keinen Fall aber die Rückruftaste betätigen.