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Das Lanzinger Trio um Hannes Mühlfriedel (von links), Komalé Akakpo und Jörg Lanzinger überzeugt in der Alten Kelter mit einem klangvollen Auftritt.  Foto: Meister 

Unkonventionelle Rhythmen und alles andere als Stubenmusik

Keltern-Ellmendingen. „Damit es Ihnen in der vorweihnachtlichen Zeit warm wird, spielen wir einen flotten Hit“, lächelte Komalé Akakpo. Auch wenn der Sommer vor der Tür steht, hatten die äußeren Bedingungen etwas Vorweihnachtliches. Eingepackt in Decken, Schals und dicken Jacken lauschten die Hörer dem Lanzinger Trio beim Kelterkonzert in der Alten Kelter in Ellmendingen. Doch recht schnell sollte es den zahlreichen Zuhörern ob der flotten Musik warm ums Herz werden. Wer allerdings die klassische Stubenmusik erwartete, war fehl am Platz.

Trotz der konventionellen Besetzung mit Zither, Gitarre und Hackbrett griff das Trio das Unkonventionelle auf. Daraus machte Komalé Akakpo auch keinen Hehl. „Eine Harmonie, die so in der Stubenmusik nicht vorkommt“, erzählte er stolz und freudig. Sämtliche Stücke von Jörg Lanzinger, Hannes Mühlfriedel und Komalé Akakpo sind Eigenkompositionen und erzählen eine Geschichte. Sei es der Blick ins Morgenland, nach Buenos Aires oder doch die Verbindung zur Volksmusik. Die Namen der Lieder, wie „Einhalts-Lander“ oder „Habagaukl“ entstammen aus äußeren Einflüssen. „Oft schaue ich aus dem Fenster, sauge das Geschehen auf und habe einen Namen für einen Titel“, so Jörg Lanzinger.

Keinesfalls wirken die Stücke konstruiert, sondern eben unkonventionell und bringen immer wieder Überraschungen mit sich. Gitarrist Hannes Mühlfriedel spricht von „Welt Raum Volks Musik“ beim Lanzinger Trio. Tatsächlich hat der Auftritt in Ellmendingen etwas Galaktisches, dass die Hörer fesselnd und gleichzeitig eine Leichtigkeit erzeugt. Alle drei beherrschen ihre Instrumente so virtuos. Zum 1100-jährigen Jubiläum von Ellmendingen gibt es am 31. August ein Sonderkonzert.