Nach dem Unwetter laufen noch immer Aufräumarbeiten.
Silas Stein/dpa/ms/PZ-Collage
Herabgefallene Blätter und Äste müssen abtransportiert werden.
Magnus Schlecht
Magnus Schlecht
Region
Unwetter sorgt weiter für Einsätze in Baden-Württemberg – im Enzkreis laufen Aufräumarbeiten
  • dpa/pz/ms

Nach Unwettern mussten Feuerwehr und Rettungskräfte zu mehreren Einsätzen im Südwesten ausrücken. Die Polizei berichtet von mehreren Blitzeinschlägen, Unfällen und weiteren Beeinträchtigungen im Straßen- und Schienenverkehr. In der PZ-Region bleibt es hingegen ruhig. Bei strahlendem Sonnenschein wird auf der einen Seite auf dem Happiness gefeiert und an anderer Stelle laufen noch immer Aufräumarbeiten.

Aufräumarbeiten in der Region

Während in Pforzheim und dem Enzkreis laut Polizei keine wetterbedingten Einsätze mehr verzeichnet wurden, ist man im östlichen Enzkreis noch immer mit Aufräumarbeiten beschäftigt.

Ein zerstörtes Maisfeld.
Magnus Schlecht

In Lienzingen und Schmie werden Bäume zersägt, Dächer und Rollläden repariert sowie Gärten von Schmutz, Laub und heruntergefallenem Obst befreit. Die Landschaft wirkt kahl. Die Maisernte ist komplett zerstört, ebenso das Obst auf den Streuobstwiesen.

Auch die Kirche in Schmie wurde beschädigt. Wasser ist eingedrungen, Fenster mussten ersetzt werden. Das Gemeindehaus „Im Höfle“ ist gesperrt.

Magnus Schlecht

Happiness Festival

Während die Happianer in den letzten zwei Tagen nicht nur dem ströhmenden Regen regen trotzden mussten, sondern gleich mehrfach vom Gelände evakuiert werden mussten, sieht es am Samstag positiv aus. Zu strahlendem Sonnenschein geht es der Instagram-Story des Veranstalters zufolge für die Besucher zum Frühsport und bald schon zu den ersten großen Acts auf der Main Stage. 

Alles wichtige zum Happiness und das Gefühl, selbst mittendrin zu sein, gibt es im Liveticker von PZ-news. Heute begleitet von PZ-Redakteur Aaron Fieß und Volontärin Pia Phillippen.

Bahnverkehr am Stuttgarter Hauptbahnhof beeinträchtigt

Nach Angaben einer Bahnsprecherin ist am Freitagabend ein Blitz in ein Stellwerk im Raum Stuttgart eingeschlagen. In der Folge kam es zu technischen Einschränkungen auf der Strecke von Stuttgart nach Mannheim. Der Fernverkehr war dadurch knapp zwei Stunden unterbrochen, die S-Bahn war nicht beeinträchtigt, wie die Sprecherin mitteilte. Mittlerweile seien die Störungen wieder behoben.

Feuer nach Blitzeinschlägen

Auch in Bodelshausen (Landkreis Tübingen) schlug ein Blitz in ein Haus ein und löste damit ein Feuer aus. Die einzige Hausbewohnerin konnte sich unverletzt in Sicherheit bringen, wie die Polizei mitteilte. Knapp 50 Feuerwehrleute löschten die Flammen, doch das Haus ist nicht mehr bewohnbar. Die Polizei schätzt den Schaden auf einen mittleren sechsstelligen Betrag.

Außerdem brannte es nach einem weiteren Blitzeinschlag in einem Mehrfamilienhaus in Ludwigsburg. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an und brachte die Flammen schnell unter Kontrolle. Die Bewohner konnten das Gebäude unverletzt verlassen und anschließend wieder in ihre Wohnungen zurückkehren, wie es hieß. Der entstandene Schaden wird auf einen hohen fünfstelligen Betrag geschätzt.

Gefährliche Lage auf den Straßen

Der Straßenverkehr wurde ebenfalls durch das Unwetter beeinträchtigt. Bei einem Unfall auf der regennassen Autobahn 5 bei Appenweier (Ortenaukreis) sind zehn Menschen verletzt worden. Ein Auto war nach Polizeiangaben vermutlich wegen Aquaplanings ins Schleudern geraten, rammte einen anderen Wagen, die Leitplanke und schließlich einen Reisebus. 

Zehn der zwölf Businsassen wurden leicht verletzt, fünf von ihnen mussten im Krankenhaus behandelt werden. Die beiden Autofahrer blieben unverletzt. Den entstandenen Schaden schätzte die Polizei auf rund 100.000 Euro. Der Verkehr musste vorübergehend über den Standstreifen geleitet werden, wodurch sich ein kilometerlanger Rückstau bildete.

Das Unwetter hinterließ in weiteren Teilen Baden-Württembergs Spuren: In Leonberg fielen Äste auf die Straße, auch Gullydeckel wurden dort aus der Fahrbahn gehoben. Auch das Polizeipräsidium Reutlingen berichtete von vermehrten unwetterbedingten Anrufen. In den meisten Fällen habe es sich dabei aber um nichts Ernstes gehandelt, hieß es.

© dpa-infocom, dpa:260718-930-403728/1

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