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Auf dem Sprung zum neuen Nahverkehrsplan für die Region (von links): Selma Cantürk und Axel Hofsäß vom Verkehrsverbund Pforzheim-Enzkreis.  Foto: Moritz 

VPE startet Online-Umfrage zu Bus und Bahn in der Region

Pforzheim/Enzkreis. „Im Zug der Fortschreibung des gemeinsamen Nahverkehrsplans möchten wir die Fahrgäste einbeziehen“, unterstreicht Axel Hofsäß, der Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Pforzheim-Enzkreis (VPE), im Gespräch mit der Redaktion.

Bis zum 16. Oktober können Teilnehmer Kritik loswerden und Verbesserungswünsche äußern, indem sie sich an der Umfrage unter www.vpe.de beteiligen. Gleich auf der Startseite kann man sich reinklicken. Ferner hat man die Chance auf eine von zehn Monatskarten des VPE.

Hofsäß und Selma Cantürk, Referentin für Kommunikation und Marketing, hoffen auf eine möglichst starke Resonanz. Dann erhalte man aussagekräftige Antworten und Aufschlüsse über Fahrgastverhalten und -wünsche. Die Ergebnisse sollen in den neuen Nahverkehrsplan einfließen, der Anfang 2020 unter Dach und Fach sein wird. Etwa alle fünf Jahre wird ein solcher Plan fortgeschrieben, wobei 135 Institutionen mitwirken und zum Schluss ein Werk von knapp 200 Seiten beim Enzkreis und in Pforzheim vorgelegt wird. Hofsäß erläutert, dass mit der Umfrage erstmals ein breites Publikum online die Möglichkeit erhalte mitzuwirken. Ob Fahrangebote, Umstiegszeiten oder Pünktlichkeit, die Fragen treffen Themen, die Kunden auf den Nägeln brennen. Was letztlich umgesetzt werden kann, hängt davon ab, was die Politik als finanzierungswürdig ansieht. Gut sei, dass die Klimadiskussion an Fahrt aufgenommen habe und die Politik bei Bussen und Bahnen einen Beitrag zur Umwelt leisten könne.

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) hat die Tageskartenpreise aller 22 Verkehrsverbünde in Baden-Württemberg verglichen. Dabei hat der VPE schlecht abgeschnitten. Wie reagiert man beim VPE? Hofsäß sagt: „Die Aussage hat mich unheimlich geärgert.“ Der VPE sei besonders günstig und damit sei das exakte Gegenteil richtig. Beim VCD habe man eine nicht nachvollziehbare Methodik angewandt. Die Quadratkilometerzahl eines Verbundgebietes zur Grundlage der Rechnung zu machen, halte er für absurd. Viele Kunden wünschten ein kostengünstiges Drei-Zonen-Ticket für zwei Personen. Exakt das biete der VPE zu einem sensationellen Preis für 6,60 Euro an – und Kinder könnten auch noch mitfahren.

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