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Das Evangelische Seminar in Maulbronn schließt wegen einer positiv getesteten Schülerin für zwei Wochen. Das haben der Schulleiter, der Schulträger, das Gesundheitsamt und das Regierungspräsidium in enger Abstimmung beschlossen.  Foto: PZ-Archiv 

Verwirrung um Corona-Statistik des Enzkreises: Wohnsitze der Schüler des Evangelischen Seminars in Maulbronn spielen eine Rolle

Maulbronn. Noch bis einschließlich Freitag, 10. Juli, befinden sich die Schüler und Lehrkräfte des Evangelischen Seminars in Maulbronn zuhause in Quarantäne. Seit Montag liegt diese Information der „Pforzheimer Zeitung“ vor. Für Verwirrung sorgte allerdings die Corona-Statistik des Enzkreises.

Laut Gerhard Keitel, dem Leiter des Seminars, seien nämlich – Stand jetzt – eine Maulbronner Schülerin sowie ein Schüler im Umfeld des Seminars mit dem Covid-19-Erreger angesteckt. Verzeichnet ist aber in der Statistik nur eine infizierte Person in Maulbronn.

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„Das liegt wohl daran, dass sich die Statistik nach dem Wohnsitz der Infizierten richtet“, erklärt Jürgen Hörstmann von der Pressestelle des Landratsamts Enzkreis auf Nachfrage der PZ. Auch infizierte Krankenhauspatienten in Pforzheim aus anderen Landkreisen sorgten in der Vergangenheit für Verwirrung. „Es ist egal, wie lange sich eine erkrankte Person im Krankenhaus oder in einem Internat aufhält, ein Plus in der Statistik erscheint nur dort, wo der Erstwohnsitz gemeldet ist“, betont der Pressesprecher. Das dies auch auf das Evangelische Seminar in Maulbronn zutrifft, bestätigte nun der Schul- und Internatsleiter Gerhard Keitel: „Alle Schüler des Seminars sind mit Zweitwohnsitz in Maulbronn gemeldet. Sollte also noch jemand erkranken, geht die Statistik nicht zwingend nach oben.“

Mehr dazu lesen Sie am Mittwoch, 1. Juli 2020, in der „Pforzheimer Zeitung (Ausgabe “ oder im E-Paper auf PZ-news.

Laura Cichecki

Laura Cichecki

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