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Müllermeister Philipp Stölzle aus Engen (2. von links) erklärt Erika Brosowski, Bernd Schulze sowie Bernhard und Margarete Lins (von links), wie die noch aktive Untere Kapfenhardter Mahlmühle funktioniert. Fotos: Prokoph
Müllermeister Philipp Stölzle aus Engen (2. von links) erklärt Erika Brosowski, Bernd Schulze sowie Bernhard und Margarete Lins (von links), wie die noch aktive Untere Kapfenhardter Mahlmühle funktioniert. Fotos: Prokoph
Unterreichenbachs Bürgermeister Carsten Lachenauer und Martina Schreiner vom Mühlelädle an der Oberen Kapfenhardter Mühle waren um die Mittagszeit trotz Regens zufrieden mit der Besucherzahl beim Mühlentag im Kapfenhardter Tal.
Unterreichenbachs Bürgermeister Carsten Lachenauer und Martina Schreiner vom Mühlelädle an der Oberen Kapfenhardter Mühle waren um die Mittagszeit trotz Regens zufrieden mit der Besucherzahl beim Mühlentag im Kapfenhardter Tal.
05.06.2017

Viel Andrang beim 24. Deutschen Mühlentag im Kapfenhardter Tal

Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung“, meinte Unterreichenbachs Bürgermeister Carsten Lachenauer am gestrigen Pfingstmontag bei der Eröffnung des 24. Deutschen Mühlentages im Kapfenhardter Tal augenzwinkernd. Verflogen war da auch die Nervosität von Schömbergs neuer Touristik- und Kur-Leiterin, Stefanie Dickgiesser.

Denn an ihrem ersten Mühlentag hat sie als persönliche Premiere das obligatorische Fass Bier perfekt angezapft, ohne dass auch nur ein Tröpfchen des kostbaren Gerstensaftes daneben ging. Und auch sonst sagte die neue Touristikchefin erleichtert: „Wir sind total zufrieden.“ Denn trotz Regen und Kälte zu Beginn waren zahlreiche Besucher gekommen, um im reizvollen Tal Mühlenromantik zu genießen.

Jahrhundertealte Tradition

Am Deutschen Mühlentag haben dieses Mal bundesweit über 1000 Mühlen teilgenommen. Der Tag soll daran erinnern, wie sich Mensch und Technik in den vergangenen Jahren entwickelt haben. Die „Untere Kapfenhardter Mühle“ existiert bereits seit exakt 757 Jahren. Beim Mühlentag mitgemacht haben auch die „Obere Kapfenhardter Mühle“ mit ihrem „Mühlelädle“, „Ringhotel Mönch´s Waldhotel“, sowie das Hotel-Restaurant „Jägerhof“. „Wir sind positiv überrascht“, sagte von der Oberen Mühle Martina Schreiner. Denn in ihrem idyllischen Mühlehof hatten es sich zahlreiche Besucher unter den großen Schirmen bequem gemacht und genossen Speis und Trank und Gespräche.

„Das Mühlenfest ist schön“, sagten die Besucher Angelika Böttcher aus Langenbrand und Klaus Schätzle aus Gernsbach. Die beiden waren eine Stunde lang ins Kapfenhardter Tal gewandert. Ein Besuch wert ist der Mühlentag auch immer für Renate und Helmut Ehrhard aus Hamberg. „Hier trifft man nette Menschen und das Angebot ist gut und vielfältig“, sagten sie. Beim Mühlenmarkt boten etliche Stände ihre Waren feil. Dort suchten auch Conny und Werner Schnürle aus Schömberg nach einem passenden Korb. Und das Wildgehege lockte beim Hotel-Restaurant „Jägerhof“. Im Ringhotel „Mönch´s Waldhotel“ konnte die Dauerausstellung zum 56-Jährigen Bestehen des Traditionsbetriebes angeschaut werden.

„Es ist toll, was unsere Mühlen sehr engagiert jedes Jahr auf die Beine stellen“, lobte Schömbergs Bürgermeister Matthias Leyn die Teilnehmer. Denn das Mühlenfest ist eine langjährige Kooperation zwischen den Kommunen Schömberg und Unterreichenbach an ihrem gemeinsamen Wasserlauf, der auf Schömberger Gemarkung, „Eulenbach“, und auf Unterreichenbacher Gemarkung „Reichenbach“ heißt. „Unsere Mühlen sind immer interessant, egal, wie das Wetter ist“, war Susanne Mönch von der „Unteren Kapfenhardter Mühle“ überzeugt. In der noch aktiven Mahlmühle erklärte Müllermeister Philipp Stölzle, wie die Technik funktioniert. Vor dem Hotel-Restaurant „Untere Kapfenhardter Mühle“ spielten diesmal erstmals „Die Senderstädter Musikanten“ aus Mühlacker.