Das gefundene Spatzenküken einer Kieselbronnerin sitzt in einem selbstgemachten Kranz aus Gras.

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Vogelküken gefunden? - Man muss nicht immer eingreifen!
  • Leonie Thiel

Am Dienstag berichteten wir von einem aufgefundenen Vogelbaby in Kieselbronn. Anschließend erreichte uns eine PZ-Leserin, die auf die Bedeutung des richtigen Handelns beim Finden eines solchen Kükens hinwies. Oft sei Hilfe gar nicht nötig. Manche Jungvögel verlassen vor dem Flüggewerden das Nest und werden von ihren Eltern weiterhin versorgt, so berichtet der NABU.

Hier solle man auf keinen Fall direkt eingreifen, denn der Vogel sei gar nicht in Not. Einen vollständig befiederten Jungvogel solle man einfach an Ort und Stelle belassen, so der Naturschutzbund Deutschland. Die Website „Wildvogelhilfe“ empfiehlt, falls der Jungvogel an einem gefährlichen Ort sitzen sollte, ihn vorsichtig an einen sicheren Stelle zu setzen, zum Beispiel ins Gebüsch.

Küken, die noch kaum oder gar nicht befiedert sind, benötigen laut der Website „Wildvogelhilfe“ allerdings dringend Hilfe. Diese sogenannten Nestlinge würden außerhalb des Nests nicht von ihren Eltern versorgt. Wenn möglich, solle man diese Nestlinge wieder ins Nest zurücksetzen, erklärt auch der NABU. Die Eltern des Küken würden ihren Nachwuchs wieder annehmen, auch wenn ein Mensch ihn berührt hat.

Die Website „Wildvogelhilfe“ meint, dass Küken nur im absoluten Notfall von Menschen aufgezogen werden sollten. Falls man sich doch einem Vogelküken annehmen sollte, empfehlen beide Internetseiten die Konsultierung eines Fachmannes oder wenigstens die ausführliche Recherche, da Nahrung und Betreuung der Vögel von Alter und Art des Vogel abhänge. Der beste Platz für solche Küken sei allerdings immer noch die Auffangstation. Denn zu oft würden Küken oder Jungvögel durch überfürsorgliche, aber unzureichend informierte Finder sterben.

Plötzlich Vogelmutter: Kieselbronnerin fällt Spatzenküken vor die Füße