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Sorgt immer wieder für Aufsehen und fragende Gesichter: Hubschrauber, die im Tiefflug überm Wald den Boden kalken, um der Versauerung der Böden entgegenzuwirken. 
Sorgt immer wieder für Aufsehen und fragende Gesichter: Hubschrauber, die im Tiefflug überm Wald den Boden kalken, um der Versauerung der Böden entgegenzuwirken.  © Symbolbild: dpa
10.10.2016

Waldkalkung mit Hubschraubern - Staub keine Gesundheitsgefahr

Tiefenbronn/Friolzheim/Neuhausen/Schellbronn. Die Wälder um Friolzheim und Tiefenbronn werden ab Dienstag, 11. Oktober, für etwa die Dauer einer Woche gekalkt. Eine Woche später stehen Neuhausen und Schellbronn auf dem Plan. Das teilt das Forstamt des Enzkreises mit. Ausgebracht wird der Kalk mit einem Hubschrauber.

„Bei starkem Wind kann es zu Verwehungen von Kalkstaub auch außerhalb des Waldes kommen. Von dem Gemisch geht jedoch keinerlei Gesundheitsgefahr für Mensch und Tier aus“, betont Ulrich Iwanowski vom Forstamt. „Allerdings sollten die Warnschilder und Absperrungen beachtet werden, da der Forst während der Kalkung für Waldbesucher kurzfristig gesperrt werden muss.“ Gekalkt wird laut Iwanowski, weil Säuren und Stickstoffe, die der Regen aus der Luft ausgewaschen und in den Boden eingebracht hat, das Ökosystem Wald schädigen.

Das habe in den vergangenen Jahrzehnten zu einer starken Versauerung der Waldböden geführt. Dadurch würden seine wichtigen Funktionen erheblich beeinträchtigt oder ganz zerstört. Zum Beispiel wirke der Waldboden als Filter, der schädliche Stoffe wie Nitrat, organische Säuren oder toxische Metalle vom Grundwasser fern hält.