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Der Wullesee soll wieder zu einem Refugium für Wasserlebewesen werden – und ebenso zu einem Idyll in der Kulturlandschaft bei Dürrmenz.  Foto: Kollros 

Wasser marsch! – Mühlacker Wullesee gibt Tieren bald wieder ein Zuhause

Mühlacker-Dürrmenz. Gut vier Monate ist es her, dass beim Vereinsheim des Angelsportvereins (ASV) Mühlacker schweres Gerät zugange war, um nach Grundwasser zu bohren, mit dem der trocken liegende Wullesee am Ortsausgang von Dürrmenz gespeist werden soll. Auf Wasser ist die Spezialfirma zwar gestoßen, „reichlich sogar“, wie der Ehrenpräsident der Petrijünger Hermann Fasching berichtet, doch der Verein wartet noch immer auf die wasserrechtliche Genehmigung zum Fluten des Teichs.

Das Gewässer ist schon seit Jahren das Sorgenkind des Vereins. Immer wieder versiegt der See, dann machen sich auf dem Grund Wildpflanzen breit, die dann aufwendig mit Spezialmaschinen entfernt werden müssen. Die Angler hatten den ursprünglichen Brauereiteich in den frühen 1960er-Jahren von „Wulle“ gepachtet, er war einst zur Gewinnung von Eis für die Kühlung von Bierfässern in den Dürrmenzer Brauereikellern angelegt worden. Vor gut 15 Jahren konnte der ASV dann den Teich als Fischgewässer erwerben.

„Kinderstube“ für Amphibien

Doch der Wullesee gilt auch als bedeutendes Laichgewässer für Amphibien. Jedes Jahr im zeitigen Frühjahr setzen massenhaft Laichzüge in Richtung des Gewässers ein, das dann gewissermaßen als „Kinderstube“ für Kröten, Frösche, Lurche und mehr dient. Deshalb drängt Hermann Fasching auch so sehr darauf, dass der Teich baldmöglichst wieder Wasser führt.

Denn je nach Witterung könnten sich bereits in einem Vierteljahr die ersten Amphibien zum Ablaichen vom weitläufigen Einzugsgebiet unter dem Plattenwald in Richtung des Wullesees aufmachen.

Obwohl der Verein sehnlichst auf die wasserrechtliche Genehmigung durch das Landratsamt wartet, ist das ASV-Urgestein zuversichtlich, dass sich keine bürokratischen Hürden mehr auftun werden. Denn die angestrebte Problemlösung mit einer 99 Meter tiefen Bohrung sei auf höchster Verwaltungsebene – also mit der Fischereibehörde des Regierungspräsidiums, abgesprochen – und von dort flössen auch rund zwei Drittel der alles in allem auf bis zu 90 000 Euro betragenden Baukosten als Zuschuss. Auch von der Stadt Mühlacker sei ein erklecklicher Finanzierungsbeitrag zugesagt.

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