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Schließen die Kooperationsvereinbarung für den Weiterbildungsverbund Allgemeinmedizin: Maria Wert, Geschäftsführerin der Klinik Öschelbronn (vorne, von links), Ulrike Vogt, Geschäftsführerin des Helios Klinikums Pforzheim, der Erste Landesbeamte Wolfgang Herz, Prof. Dr. Jörg Martin, Geschäftsführer der der RKH Kliniken, Prof. Dr. Dr. Christof Hofele, Präsident der Bezirksärztekammer Nordbaden, und Dr. Ulrich Schulze, Krankenhausdirektor des Siloah St. Trudpert Klinikums Pforzheim, sowie niedergelassene Ärzte und weitere Kooperationspartner.  Foto: Meyer 

Weiterbildungsverbund Docs4PFenz gegründet: Mediziner kämpfen vereint um Hausärzte-Nachwuchs

Enzkreis/Pforzheim. Die Versorgungsstruktur im medizinischen Bereich befindet sich im Umbruch. Dass es vor allem im ländlicheren Raum an Hausärzten mangeln wird, ist absehbar. Laut Markus Haist, Vorsitzender der Ärzteschaft Pforzheim/Enzkreis, fehlen schon jetzt Nachfolger für 19 Praxen in Stadt und Enzkreis. Um junge Mediziner für eine Niederlassung in der Region zu begeistern, hat sich vor Jahren das Netzwerk „Docs4PFenz“ gebildet.

Am Dienstagabend kamen Vertreter der vier regionalen Kliniken (Helios, Siloah, RKH, Klinik Öschelbronn), der Bezirksärztekammer, des Gesundheitsamts sowie niedergelassene Ärzte zusammen, um mit dem Ersten Landesbeamten Wolfgang Herz eine Kooperationsvereinbarung zu unterzeichnen. Sie ist Grundlage für einen Weiterbildungsverbund, der es sich zur Aufgabe macht, angehenden Allgemeinmedizinern die mindestens fünf Jahre der Weiterbildung so unkompliziert wie möglich zu gestalten – in der Hoffnung, sie dauerhaft an die Region zu binden.

Die Partner bieten die Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin ab sofort in engem Schulterschluss an – aus einem Guss und ohne Lücken, versprechen sie. Bislang mussten Allgemeinmediziner in Ausbildung häufig mehrfach die Stelle wechseln und eine Menge Bewerbungen schreiben, um die geforderten Ausbildungsabschnitte in Klinik und Praxis zu erfüllen. Das soll ihnen durch die Chancen, die die Kooperationspartner bieten, abgenommen werden. Ansprechpartner und Koordinator ist dabei das Gesundheitsamt, das für Pforzheim und den Enzkreis zuständig ist. Ein weiterer Baustein des Angebots ist die Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Weiterbildung Baden-Württemberg (KWBW) an der Uni Heidelberg. Dort findet ein Weiterbildungsprogramm statt. Mentoren sollen den angehenden Allgemeinmedizinern zur Seite stehen, ein Netzwerk wachsen.

Mehr über die Kooperation lesen Sie am Donnerstag, 20. Februar, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.