So könnte es einmal aussehen, wenn ein neuer Zug in einem Bahnhof hält. Das Bild basiert allerdings auf einer Visualisierung. Zugelassen sind die neuen Züge nämlich noch nicht.
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Weitere Verzögerung für neue Züge angekündigt: Coradia Max erst 2028 verfügbar

Fahrgäste in Baden-Württemberg müssen länger auf die neuen Doppelstockzüge warten. Der Hersteller Alstom teilte gegenüber dem SWR mit, dass er erst 2028 mit der Auslieferung der Regionalzüge vom Typ Coradia Max beginnt. Geplant war ursprünglich, die Fahrzeuge ab Dezember 2026 nach und nach auf mehreren Linien im Land einzusetzen, darunter auch die Verbindung zwischen Karlsruhe über Pforzheim, Mühlacker und Stuttgart.

Als Grund nennt Alstom Schwierigkeiten bei der Produktion und Zulassung, die so offensichtlich nicht zu erwarten waren.

Ersatzzüge sollen Lücke schließen

Damit alle Verbindungen bis dahin ohne Unterbrechung weiterlaufen, erarbeitet Alstom nach eigenen Angaben zusammen mit der Landesanstalt Schienenfahrzeuge Baden-Württemberg (SFBW) ein Ersatzkonzept. Bis die neuen Züge kommen, sollen andere Fahrzeuge eingesetzt werden. Welche Züge das sind und auf welchen Strecken sie fahren, ist noch offen. Das ist vor allem deshalb notwendig, weil die bisherigen Fahrzeuge an ihrer Kapazitätsgrenze sind. Das betrifft besonders den RE1 über Pforzheim. Auf dieser Verbindung kommen aktuell „Flirt“-Züge von Stadler zum Einsatz.

Insgesamt hat das Land deshalb 156 neue Züge bestellt. Im Mai 2022 wurden zunächst 130 Fahrzeuge geordert, im Dezember 2025 zog das Land eine Option auf 26 weitere.

Nicht nur BW wartet auf diesen Zugtyp

Zwar kommt aus Baden-Württemberg der größte Auftrag für den „Coradia Max“, das Land Niedersachen in Form der dortigen Nahverkehrsgesellschaft LNVG wartet noch länger aus die Auslieferung, Gerade einmal 24 Einheiten hatte man dort bestellt und 2024 mit der Auslieferung gerechnet. Auch diese Fahrzeuge sollen nun 2028 kommen. Außerdem warten Schleswig-Holstein, die Deutsche Bahn und diverse Kunden im europäischen Ausland auf Zulassung und Auslieferung eben jenes Zugmodells. Viele Fahrzeuge sind bereits produziert, warten aber auf Zulassung. Einige wurden im Umfeld des Ulmer Hauptbahnhofs abgestellt.

Weil die Fahrzeuge für Baden-Württemberg auf 200 Stundenkilometer ausgelegt sind, unterscheiden sich diese von den restlichen Bestellungen. Fahrzeuge müssen bei diesen Geschwindigkeiten druckertüchtigt sein.