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Janine Huber hat die Sammelaktion gestartet für die Mutter, die beim Brand in Ersingen alles verloren hat.  Foto: Kraus 

Welle der Hilfsbereitschaft: Von überall her kommen Spenden für Ersinger Brandopfer

Kämpfelbach-Ersingen. „Überwältigt.“ Ein anderes Wort findet Janine Huber nicht. Als beste Freundin der Mutter, die nach dem Brand alles verloren hat, hat sie noch am Samstagabend über die Sozialen Netzwerke zu Spenden für die Opferfamilie aufgerufen. Gleich am Sonntagfrüh klingeln erste Helfer bei Hubers Eltern, Rolf und Krimhilde Augenstein. Das elterliche Wohnhaus und die angeschlossene Scheue an der Lange Straße 11 in Ersingen dienen als Sammelstelle. Keine zwei Stunden später stapeln sich dort Kartons und Säcke – von Kleidung über Spielsachen, Gummibärchen, Büchsenwurst bis hin zu Möbeln, Haushaltsgeräten und sogar ein Flachbildfernseher ist dabei.

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„Es ist toll, wie das Dorf zusammensteht“, sagt Huber, die im Laufe des Tages noch viele Spenden aus der ganzen Region für ihre Freundin erhält. Schon nach wenigen Stunden zeigt das eigens eingerichtete Spendenkonto eine vierstellige Summe. Und Vereine, wie die Mäddich-Bühne Bilfingen oder die Fußballer aus Ersingen, kündigen ihre Hilfe an. „Das Telefon steht nicht still“, sagt Huber, während es bei Vater Rolf in der Scheune Schlag auf Schlag geht. Bald türmen sich die Spenden auch in den Wohnräumen. „Bei der Menge verliere ich langsam den Überblick“, sagt Huber auf die Frage, was noch gebraucht werde. Sie verspricht, dass alles, was zu viel ist, an andere Bedürftige gehe. Dafür stehe sie unter anderem in Kontakt mit dem Kleiderstüble im Ersinger Pfarrzentrum.

Überwältig ist schließlich auch ihre Freundin, für die die Spenden sind. Beim Anblick der Berge sei sie in Tränen ausgebrochen, sagt Huber: „Es zeigt, dass sie in der schweren Zeit nicht alleine ist.“

Weitere Hilfsangebote per E-Mail an janine-augenstein@web.de

Carolin Kraus

Carolin Kraus

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