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Dunkles Auto, helle Flecken - wer sein Auto in diesen Tagen nicht in der Garage abstellen kann, muss sich einen Film aus Pollen auf dem Autolack gefallen lassen. 
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Dunkles Auto, helle Flecken - wer sein Auto in diesen Tagen nicht in der Garage abstellen kann, muss sich einen Film aus Pollen auf dem Autolack gefallen lassen. 
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Ein gelber Schleiter über diesem bayerischen Ort zeigt an, wie dicht der Pollenflug in diesen Tagen ist. Autofahrer in unserer Region merken es an der großflächigen Verschmutzung ihres Fahrzeugs. 

Wenn das schwarze Auto plötzlich gelb schimmert - Gewaltiger Pollenflug

Nach einem unterkühlten Frühjahr hat in den vergangenen Wochen trockenwarmes Wetter für eine Entwicklungsexplosion in der Natur gesorgt. Dadurch sind derzeit besonders viele Pollen unterwegs. Zu sehen ist das besonders deutlich vor allem an dunklen Autos, die in diesen Tagen in unserer Region großflächig von gelben Flecken übersät sind.

Der Pollenbelag kann klebrig und schmierig wirken, was zuweilen die Arbeit des Scheibenwischers beeinträchtigen kann, aber für den Autolack stellt er nicht wirklich eine Gefahr dar. Schlimmer ist da schon normaler Staub oder Vogelkot. Eine Autowäsche genügt und schon sind die Pollen verschwunden – bis zum nächsten Pollenflug. Regelmäßiges Waschen hilft, Verkrustungen vorbeugen. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, kann sein Auto vorher noch von Hand für die Fahrt durch die Waschanlage vorbereiten.

Gefährlicher als der Schmutz auf dem Autolack sind die Pollen in der Nase von Allergikern. Wer jetzt unter Allergien gegen den Blütenstaub leidet, muss beim Autofahren doppelt vorsichtig sein. Tränende Augen oder Niesattacken am Steuer beeinträchtigen die Verkehrssicherheit, und wer die ganze Nacht über wegen seiner Allergiesymptome nicht schlafen konnte, wird wohl auch tagsüber nicht die volle Aufmerksamkeit hinterm Lenkrad garantieren können.

Fichtenmastjahr führt zu besonders vielen Pollen

In den vergangenen Tagen haben vor allem die Pollen der Fichtenblüte alles mit einer gelben Schicht überzogen. „Die Fichte befindet sich derzeit in einem sogenannten Mastjahr: Dabei blühen die Bäume besonders stark“, erklärt Matthias Habel, Meteorologe von WetterOnline. „Ein solches Mastjahr wiederholt sich unregelmäßig etwa alle fünf Jahre, wenn die Bäume besonders viel Energie in die Vermehrung stecken.“ In den Jahren dazwischen verwenden die Bäume ihre Kraft in erster Linie für das Wachstum und blühen daher schwächer.

„In den kommenden Tagen wird die Fichte bei sonnigem Wetter noch stark blühen“, weiß Matthias Habel und ergänzt „in Kürze kommen die Pollen der Kiefer noch hinzu. Für Pollennachschub ist also gesorgt.“

Trockenwarmes Wetter begünstigt Pollenflug

Ein weiterer Faktor des extremen Pollenfluges in diesem Frühjahr ist das trockenwarme Wetter. Ein rekordwarmer April hat die Natur regelrecht explodieren lassen. Die Blüte vieler Pflanzen hat nahezu gleichzeitig eingesetzt. „Ausbleibende Regenfälle und teils starke Winde verbreiten die Pollen leicht und über viele Kilometer“, ergänzt der WetterOnline-Meteorologe. „Nur wenn es länger und kräftig regnet, werden die Pollen aus der Luft gewaschen.“

Wer wissen will, wann Regen die Luft von Pollen säubert, kann sich auf www.wetteronline.de über das kommende Wetter und die Pollenbelastung informieren. Die WetterOnline-App und die Messenger-Nachrichten von WetterOnline informieren ebenfalls zuverlässig, ob die Sonne scheint oder Regen aufzieht.