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Juli 2013: Weil er seinen plötzlich losrollenden Mercedes Vito aufhalten wollte, ist ein 62-Jähriger in Pforzheim unter sein Auto geraten, mitgeschleift und erdrückt worden. Foto: Ketterl(PZ-Archiv) © Ketterl
11.12.2015

Wiernsheim kein Einzelfall: Tragische Arbeitsunfälle vergangener Jahre

Tragische Arbeitsunfälle, wie der tödliche am Mittwochmorgen in Wiernsheim sind keine Seltenheit. PZ-news listet Ereignisse aus den vergangenen Jahren auf.

9. Dezember 2015: Ein 68-Jähriger Mann kommt während Reparaturarbeiten an einem Auto ums Leben. Der Mann hatte das Fahrzeug in seiner Garage auf einer Hebebühne um rund 180 Zentimeter angehoben. Laut der Kriminalpolizei war das Auto wegen eines Bedienungsfehlers von der Bühne auf den 68-Jährigen gestürzt. Dieser hatte zwar noch schwer verletzt um Hilfe rufen können, war wenig später allerdings seinen Verletzungen im Krankenhaus erlegen.

Bildergalerie: Hilda-Sporthalle: Bauarbeiter stürzt in die Tiefe

Februar 2015: Ein 30-jähriger Mann aus Ettlingen kommt in Waldbronn unter einen Radlader und wird schwer verletzt. Alle Rettungs- und Reanimationsmaßnahmen kommen zu spät. Der Mann war bei Arbeiten mit dem gemieteten Radlader auf einem abschüssigen Geländeteil damit beschäftigt, Baumstämme abzutransportieren. Dabei war das Gerät ins Rutschen gekommen, umgekippt und auf den 30-Jährigen gefallen.

 

Juni 2014: Gleich zwei Arbeitsunfälle mit Schwerverletzten halten die Polizei in Neuenbürg und Birkenfeld im Juni 2014 in Atem. In einer Neuenbürger Lagerhalle an der Straße Rotenbach war ein Mann in eine Baugrube gefallen und hatte das Bewusstsein verloren. Er hatte sich bei dem Sturz schwerste Kopfverletzungen zugezogen. Laut Polizei war der 35-jährige Fahrer einer Spedition rückwärts in die Grube gefallen, als er seine Fracht abladen wollte. Der Mann musste mit dem Rettungshubschrauber in eine Heidelberger Spezialklinik geflogen werden.

Ein weiterer Arbeitsunfall hatte sich am selben Tag in der Birkenfelder Schwabstraße ereignet. Hier war ein 61-Jähriger aus zwei Metern Höhe mit dem Kopf auf eine Terrassenplatte gestürzt und hatte sich ebenfalls schwerste Kopfverletzungen zugezogen. Der Mann war zuvor damit beschäftigt gewesen, für Gipsarbeiten ein Arbeitsgerüst an einem Einfamilienhaus aufzubauen. Auch er wurde per Hubschrauber in eine Spezialklinik gebracht.

 

Februar 2014: Bei Arbeiten an einer Förderbandanlage in einem Produktionsbetrieb in Oberderdingen wird eine 52 Jahre alte Frau eingeklemmt und schwer verletzt. Sie kommt mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus.

Laut der Polizei Bretten war die Arbeiterin eine Leiter hochgestiegen und zwischen einer Strebe des Förderbandgestells und einem beweglichen Schlitten am Oberkörper eingeklemmt worden. Die Frau war durch den schnellen Einsatz ihres Geschäftsführers und eines Kollegen von schweren Verletzungen verschont geblieben.

 

Januar 2014: Bei einem Frontalzusammenstoß zwischen einer Straßenreinigungsmaschine und einem Lastwagen verunglückt ein 29-Jähriger tödlich. Bei dem Vorfall auf der Pforzheimer Wilferdinger Straße hatte er zuvor beim Linksabbiegen einen Lastwagen übersehen. Der 48-jährige Fahrer hatte den Zusammenstoß nicht mehr verhindern können.

 

Oktober 2013: In einer Oktobernacht 2013 müssen Polizei und Feuerwehr in einen Supermarkt im Brötzinger Tal ausrücken. Ein 57-Jähriger hatte sich bei Arbeiten an einer Rolltreppe die Beine eingeklemmt und dabei schwer verletzt. Ein Arbeitskollege hatte noch den Notschalter für die Rolltreppe gedrückt, konnte das Unglück jedoch nicht mehr verhindern.

 

Juli 2013: Ein 62-jähriger Mann aus dem Enzkreis wird von einem Wagen mit Anhänger überrollt und stirbt noch an der Unfallstelle. Laut Polizei hatte er den Kleinvan geparkt und weder die Handbremse angezogen, noch einen Gang eingelegt. Der Wagen hatte daraufhin an Fahrt aufgenommen und war die Pforzheimer August-Kayser-Straße hinuntergerollt. Der 62-Jährige war dem Gespann hinterhergerannt und hatte vergeblich versucht, die Fahrertüre zu öffnen. Dann hatte er sich gegen die Front des Autos gestemmt, um dieses und den Anhänger aufzuhalten. Dabei war er ins Straucheln gekommen, gefallen, unter die Räder gekommen und acht Meter mitgeschleift worden.

 

Mai 2013: Zwei tödliche Arbeitsunfälle ereignen sich im Mai 2013 in der Region. Beim Rückwärtsfahren überrollt ein 43-jährige Fahrer mit seinem 7,5-Tonner im Pforzheimer Stadtteil Hohenwart einen 58-jährigen Mann. Die beiden Männer waren mit Aushubarbeiten an einem Einfamilienhaus beim Renz-von-Damnitz-Ring beschäftigt gewesen.

In Maulbronn stirbt ein 46-jähriger Lastwagenfahrer, als er beim Aufladen einer Planierraupe unter einer tonnenschweren Rampe eingeklemmt wird. Nach Ermittlungen der Polizei hatte ein technischer Defekt des Sattelschleppers zu dem Unglück geführt. Mithilfe eines weiteres Radladers hatte der Mann noch befreit werden können, trotzdem erlag seinen schweren Verletzungen.Der Vorfall hatte sich bei der Erddeponie ereignet.

 

April 2013: Zwei Mechaniker werden bei einer Routineinspektion in einer Pforzheimer Autowerkstatt schwer verletzt. Die beiden Männer waren damit beschäftigt gewesen, einen Mercedes zu inspizieren, bei dem der Kühler beschädigt war. Dabei platzte der Kühler und die heiße Flüssigkeit traf die Mechaniker am Körper. Während der 59-Jährige nur leicht verletzt wurde, erlitt der 25-Jährige schwere Verbrennungen am Kopf. Er kam zur weiteren Behandlung in eine Spezialklinik. Lebensgefahr konnte bei dem 25-Jährigen jedoch sofort ausgeschlossen werden.

Januar 2013: Auf der Baustelle der mittlerweile fertiggestellten Hilda-Sporthalle stürzt ein Arbeiter über drei Meter in die Tiefe. Der 38-Jährige Portugiese verletzt sich dabei schwer. Er soll ungesichert beim Überqueren eines Spalts zwischen der Museumsstraße und einer Betonwand gestrauchelt sein. Probleme bereiten der Feuerwehr und Notärzten die Rettung des Schwerverletzten. Mit einem Kran gelingt es schließlich, den Mann aus dem etwa einen Meter schmalen Spalt zu hieven.

Bereits im Juli 2010 war ein Mann beim Bau des inzwischen fertiggestellten Hilda-Gymnasiums an der Kiehnlestraße in eine Grube gestürzt. Auch damals wurde der Verunglückte mit Hilfe eines Baukrans auf einer sogenannten Schleifkorbtrage aus der Grube gehoben.

 

September 2011: Bei einer Verpuffung in einer Öschelbronner Firma werden zwei Männer schwer verletzt. Laut Polizei erleiden die 22 und 34 Jahre alten Arbeiter durch eine Stichflamme an Händen und Kopf Verbrennung zweiten und dritten Grades. Der Jüngere wird mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik nach Ludwigshafen gebracht, der ältere wird in ein Pforzheimer Krankenhaus geliefert. kri