Mühlacker. „Dreimal schon war ich hier, so oft habe ich noch keinen anderen Verein besucht“, verriet Peter Hauk, Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, bei der erneuten Stippvisite am Wullesee des Angelsportvereins Mühlacker. Nach Dürrmenz hatte ihn erneut sein Parteifreund, der CDU-Bundestagsabgeordnete des Enzkreises, Gunther Krichbaum geholt, der selbst schon einige Male am Wullesee weilte, hartnäckig nach Hilfen für den Verein suchte und dabei auch fündig wurde. Denn den Teich dichtzumachen, ist eine kostspielige Angelegenheit.
Zum erneuten Lokaltermin kamen auch der Mühlacker Oberbürgermeister Frank Schneider, der CDU-Fraktionsvorsitzende in Gemeinderat und Kreistag, Günter Bächle, sowie der Vorsitzende der CDU-Mühlacker, Stadt- und Kreisrat Peter Napiwotzky, ins Vereinsheim der Mühlacker Anglerinnen und Angler. Die Petrijünger arbeiten seit langem daran, dass das Wasser im Wullesee, der über etliche Jahre hinweg zu verlanden drohte und auch schon trocken war, erhalten bleibt.

Weitere Fördergelder notwendig
Vereinsvorsitzender Michael Kiontke blickt entsprechend auf arbeitsreiche und nicht ganz kostengünstige Jahre zurück. Auftrieb habe die Pumpe geschaffen, die von Juni bis Oktober in Betrieb genommen werden dürfe, um Wasser aus den Tiefen nach oben zu befördern. Derzeit stehe es recht gut um den Pegel: 2024 sei die Pumpe nur drei Tage in Betrieb gewesen, momentan fehlten gar nur zwölf Zentimeter, bis das Gewässer überlaufe, schilderte Kiontke den Stand der Dinge. Doch ganz gelöst sei das Problem nicht. Dazu seien weitere Fördergelder notwendig. Hoffentlich finde sich eine weitere Möglichkeit beim Ministerium, dem Verein wieder unter die Arme zu greifen.
Finanziell geholfen hatte neben dem Land nach dem ersten Besuch von Hauk vor vier Jahren auch immer wieder die Stadt Mühlacker, denn der Wullesee sei auch ein Naturdenkmal und zudem lokalgeschichtlich bedeutsam als Teil der früheren Bierherstellung in Dürrmenz, sagte Oberbürgermeister Frank Schneider.
CDU-Stadtrat Günter Bächle erinnerte auch an den großartigen und unermüdlichen Einsatz des verstorbenen Ehrenvorsitzenden des Angelsportvereins, Hermann Fasching, für seinen „Lieblingssee“. Inzwischen plagen den Verein neue Sorgen: der Kormoran, der auf Fischjagd geht.

