760_0900_134715_DSC00039.jpg
Im Eulenbachtal ziehen Landwirte und kommunale Vertreter ein erstes positives Fazit zur Beweidung im Rahmen des Mindestflurkonzeptes.  Foto: Gemeinde Schömberg 

Ziegen und Rinder gegen Gewächse: Projekt im Eulenbachtal hält die Landschaft offen

Schömberg/Unterreichenbach. Was wurde aus dem Eulenbachtal zwischen Schömberg und Unterreichenbach, nachdem dort Angusrinder, Ziegen und Schafe ein Jahr lang auf den Flächen geweidet haben? Vor Ort erläuterten die Landwirte Eckard Mönch und Tobias Rentschler den Vertretern der Gemeinden Schömberg und Unterreichenbach sowie des Landschaftspflegeverbandes die Situation.

Die Tiere waren im Rahmen der Landschaftspflegerichtlinie Baden-Württemberg unterwegs. Ziel: die Sicherung und Entwicklung einer nachhaltigen Landbewirtschaftung unter Berücksichtigung der Belange des Naturschutzes. Von der Förderung und den engagierten Landwirten profitiert die Mindestflurkonzeption im Eulenbachtal.

Demnach gilt es vor allem einer Überwucherung von indischem Springkraut, Brennnesseln oder Riesenbärenklau zu begegnen. Zwar könne mit höherem Weidedruck den Vorkommen Einhalt geboten werden, jedoch wären aufgrund der vergangenen, unbeweideten Jahre starke Gewächse vorhanden, die mechanisch zu entfernen seien. "Sind die Gebiete bearbeitet, können wir sie einmal im Jahr mit Tieren beweiden und das Wachstum wird klein gehalten", stellten die Landwirte in Aussicht.

Bei der Besichtigung wurden offene Landschaftsräume für die kommunalen Vertreter denn auch sichtbar. Vor allem im Umfeld des Skiliftes war erkennbar, wie der Riesenbärenklau zurückgedrängt war.