Das Obergeschoss einer Schreinerei und Fensterbaufirma in Simmozheim-Büchelbronn ist ausgebrannt. Kurz vor dem Brand gab es in der Region ein heftiges Unwetter mit Blitzen. Ob solch ein Blitzeinschlag die Brandursache war, steht jedoch noch nicht fest.

Reinhardt/TV-BW
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Zimmerei und Fensterbaufirma ausgebrannt - 250.000 Euro Schaden
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Simmozheim-Büchelbronn. War es ein Blitz, der in Simmozheim-Büchelbronn eine Zimmerei und Fensterbaufirma in lodernden Flammen aufgehen ließ? Kurz vor 15 Uhr ging ein heftiges und von zahlreichen Blitzen begleitetes Sommergewitter über der Region nieder. Die Bewohner allerdings haben keinen Blitzeinschlag bemerkt. Noch muss die Kriminalpolizei die genaue Brandursache ermitteln, aber schon jetzt steht fest: Der Brand hat einen Großeinsatz von Feuerwehren aus der weiteren Region ausgelöst und einen Schaden in Höhe von 250.000 Euro verursacht.

Lichterloh brannte das Obergeschoss der Schreinerei. Über den meterhohen Flammen schraubte sich dichter Rauch in die Höhe. Mit einem Großaufgebot von mehr als 130 Feuerwehrleuten, die zum Teil aus Bad Wildbad oder Weil der Stadt anrückten, wurde der heftige Brand über Stunden hinweg bekämpft. Ein Nachbargebäude wurde evakuiert. Den Feuerwehrleuten gelang es, ein Überschlagen der Flammen auf das Gebäude zu verhindern. Wie groß der Schaden an der Fensterbaufirma ist, muss erst noch genauer untersucht werden, aber angesichts des Großbrands könnte es sein, dass das Gebäude nicht mehr zu retten ist.

Für Stefanie Erdmann, Kommandantin der Freiwilligen Feuerwehr Simmozheim, war diese einer der schlimmsten Brände, die sie in den vergangenen Jahren erlebt hat. Wegen der schlechten Wasserversorgung vor Ort begannen die Feuerwehrleute zuerst damit, den Brand von außen zurückzudrängen. Als dann die Wasserversorgung stand, konnten die Feuerwehrleute auch durchs Dach und durch die Fenster löschen. Wegen der großen Hitze und der damit verbundenen enormen körperlichen Belastung mussten vor allem die Atemschutzträger alle 30 Minuten ausgetauscht werden. Über Nacht wurde eine Brandwache eingerichtet, die kontrollierte und beobachtete, ob Glutnester wieder anfingen zu brennen.

Es gab keine Verletzten. Vorsichtshalber jedoch und zur Sicherheit der gegen die Flammen kämpfenden Feuerwehrleute war auch der Rettungsdienst mit mehreren Fahrzeugen vor Ort.