Bei den aktuellen Temperaturen zieht es viele Menschen in die Freibäder, doch vorsicht: Hitzeschlag und Sonnenstich drohen.
Armin Weigel
Service
Die Sonne brennt: Wie man sich vor Hitzeschlag und Sonnenstich schützt

Pforzheim. Die aktuelle Hitzewelle mag jenen gefallen, die die Hitze in angenehmer Umgebung erträglich gestalten. Doch auch im Freibad und unabhängig vom jeweiligen Alter drohen Hitzschlag und Sonnenstich. Wie sollte man sich also verhalten, um dem zu entgehen oder Erste Hilfe für Geschädigte zu leisten? Das Deutsche Rote Kreuz weiß Rat.

Für drei Tage, von Mittwoch bis einschließlich Freitag hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine Hitzewarnung herausgegeben. Diese Warnsituation sei eine Reaktion auf die starke Wärmebelastung, die vor allem ältere und pflegebedürftige Menschen belaste. Damit es gar nicht erst zum Kollaps kommt, sollten verschiedene Dinge beachtet und befolgt werden. Doch was tut man, um einen Sonnenstich zu erkennen und wie reagiert man richtig? „Die hohen Temperaturen stellen für viele Menschen eine körperliche Belastung dar und bergen auch gesundheitliche Risiken. Einen Sonnenstich holt sich manch einer schneller als gedacht“, sagt Prof. Peter Sefrin, Bundesarzt des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Der Notfallmediziner erklärt, wie man richtig hilft:

Wie man einen Sonnenstich erkennt

„Im Gegensatz zum Hitzschlag ist beim Sonnenstich in erster Linie das Gehirn betroffen. Zu einem Sonnenstich kann es kommen, wenn der unbedeckte Kopf zu lange der Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist und infolgedessen die Hirnhäute gereizt werden, bei meist normaler Haut- und Körpertemperatur“, so Peter Sefrin.

Gefährdet seien insbesondere Kinder und Menschen mit spärlichem Kopfhaar. Typische Symptome seien ein hochroter, heißer Kopf, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Ohrensausen, ein steifer Nacken, Benommenheit bis hin zu Bewusstlosigkeit.

Wie man hilft bei Sonnenstich

  • Bringen Sie die betroffene Person aus der Sonne, sobald der erste Verdacht auf einen Sonnenstich aufkommt.
  • Sofern die Person bei Bewusstsein ist, legen Sie sie mit erhöhtem Kopf in den Schatten und kühlen Sie den Kopf und Nacken mit feuchten Tüchern.
  • Auch eine ausreichende Wasserzufuhr ist hilfreich für die Erholung des Gehirns und des Körpers. Dies gilt jedoch nur, wenn die Person die Flüssigkeit einbehalten kann und sich nicht erbricht.
  • Falls sich der Zustand nicht bessert, sollte der oder die Betroffene in jedem Fall einen Arzt aufsuchen.
  • Ist die betroffene Person bewusstlos, bringen Sie sie in die stabile Seitenlage, kontrollieren Sie die Atmung und rufen Sie unbedingt den Notarzt.

Wie man einen Sonnenstich vermeidet

Laut DRK sei es ratsam sich bei Hitzeperioden häufig im Schatten aufzuhalten und darauf zu achten, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Das gelte ganz besonders für Kinder und ältere Menschen. Auch sollten lange Aufenthalte in der direkten Sonne – besonders zur Mittagszeit – vermieden werden. Auch Kopf und Nacken sollten stets mit angemessener Kleidung geschützt werden.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für Warnsituationen, wie sie aktuell gelten einige Verhaltensempfehlungen herausgegeben. Diese und weitere Empfehlungen können auf der Internetseite des DWD abgerufen werden.

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