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12.06.2019

Wie CBD Multiple Sklerose Patienten die Beschwerden nimmt

Der Hanfanbau ist in Deutschland legal, anders als viele vermuten würden. Die Pflanze selbst ist nämlich nicht verboten, sondern nur die THC-haltigen Sorten. Sogenannter Nutzhanf enthält nur sehr wenig von diesem psychoaktiven Stoff, der den Hanf in Verruf gebracht hat.

Dabei ist Cannabis, wie die Pflanze auch heißt, eine wahre Wunderpflanze, mit der man sehr viel anstellen kann. Aus den Samen des Hanfs lässt sich Hanföl herstellen, das reich an Vitamin E ist und sehr aromatisch ist. Die Fasern des Stamms lassen sich zu Geweben und Seilen verarbeiten, aber auch zu Papier. Die restlichen Pflanzenteile finden als Futter Verwendung oder werden zu Dünger verarbeitet.

Cannabis als Heilpflanze

Seit über 3000 Jahren ist die Hanfpflanze bereits für ihre Heilwirkung bekannt. Besonders die weiblichen Pflanzen enthalten sehr potente Wirkstoffe, wie etwa das THC. Doch Cannabis enthält noch über 200 andere Wirkstoffe, die wohl zusammen einen sehr wirksamen Cocktail ergeben haben. In späterer Zeit war der Hanf besonders wegen seiner berauschenden Wirkung beliebt, weswegen sehr THC-haltige Sorten gezüchtet wurden. THC alleine wirkt stark berauschend. In Kombination mit anderen Cannabinoiden hingegen weniger stark. Ein wichtiges Anwendungsgebiet, auch vom neuerlich gefeierten CBD, ist die Multiple Sklerose.

Die Nervenkrankheit ist sehr komplex und kann zu Lähmungen, Sehstörungen und Spasmen führen. Nicht selten geht mit den Symptomen auch ein Schmerzgefühl einher. Die Behandlung mit CBD kann die entsprechenden Symptome erfolgreich lindern, weil der menschliche Körper über entsprechende Rezeptoren für Cannabinoide verfügt. Besonders die CB1- und CB2-Rezeptoren des Endocannabinoidsystems sind für die Verarbeitung der Stoffe zuständig. Neben einer schmerzlindernden und entzündungshemmenden Wirkung, können CBD und andere Cannabinoide auch vitalisierend wirken. Entscheidend kann CBD zudem bei Depressionen sein, die oft Begleiterscheinung einer MS-Erkrankung sind. CBD steigert das Wohlbefinden und löst Spannungen auf. Auf dem CBD Portal gibt es mehr Infos zum Wirkstoff und seinen Darreichungsformen.

Mehr Forschung, mehr Öffnung

Cannabis ist eine potente Pflanze mit vielen nützlichen Wirkstoffen. Daher ist es wichtig, dass mehr Forschung betrieben wird. Vor allem aber muss ein Umdenken in Politik und Gesellschaft stattfinden, die Hanf immer noch verurteilen. Dabei ist Cannabis weniger schädlich als Tabak oder Alkohol, die nicht mal eine gesundheitsfördernde Wirkung haben. Ein Paradoxon eigentlich. Mit der Erlaubnis zum Anbau von Nutzhanf in der EU werden immerhin erste Schritte in die richtige Richtung gemacht. Mittlerweile sind 52 Sorten von der EU zum Anbau freigegeben. Diese enthalten kaum THC und können daher nicht für berauschende Zwecke verwendet werden. Das CBD hingegen lässt sich aus einigen dieser Sorten extrahieren. Das ist auch völlig legal, denn CBD ist nicht psychoaktiv.

Hanfanbau in Baden-Württemberg?

Baden-Württemberg ist ein landwirtschaftlich wichtiges Bundesland mit großer Anbaufläche. Für den Hanfanbau ist das Bundesland zudem ganz gut geeignet. Denn dort herrscht ein vergleichsweise mildes Klima, das für den Hanf von Vorteil ist. Hanf kann auf allen Böden angebaut werden, denn die Pflanze ist pflegeleicht und anspruchslos. Dafür aber wächst sie sehr schnell und ist praktisch gegen alle Schädlinge resistent. Ein hoher Verbrauch an Dünger und Pestiziden ist beim Hanfanbau also vermeidbar. Das macht den Hanf besonders für den Bioanbau attraktiv.

Zudem wird Hanf beim Verbraucher immer beliebter. Ein gesundes Produkt mit lokaler Herkunft, das ist heute beim Kunden der Renner. Hanföl ist ein interessantes Nahrungsmittel, denn es enthält eine gute Fettsäurezusammensetzung und reichlich Vitamin E. Vor allem aber der aromatische Geschmack macht das Öl beliebt. Noch reagieren viele Kunden eher verhalten auf die Hanfprodukte, doch das Image der einst verteufelten Pflanze wandelt sich zum Besseren. Cannabis wird in Zukunft wohl in der Medizin, Ernährungskunde, Kleidungsindustrie und bei der Kraftstoffherstellung eine bedeutende Rolle spielen. Es wird sich zeigen, wann es soweit ist.