Österreichs Fußball-Nationalspieler Marko Arnautovic hätte nach Ansicht von Ex-Schiedsrichter Patrick Ittrich weit vor seinem Treffer gegen Algerien (3:3) vom Platz gestellt werden können. «Die Aktion ist ein Schlag. Für mich ist das eine Rote Karte», sagte TV-Experte Ittrich bei MagentaTV. Der Stürmer hatte in der Anfangsphase seinen Gegenspieler Aissa Mandi mit dem Ellenbogen am Hals getroffen (11.).
Der Algerier musste behandelt werden, Arnautovic sah die Gelbe Karte. Für Ittrich stellte sich die Frage, warum sich der Videoassistent nicht zu Wort meldete. «Wahrscheinlich haben ein paar Prozentpunkte gefehlt», mutmaßte der frühere Bundesliga-Spielleiter.
Ittrich: WM-VAR sieht mehr Bilder
Der VAR bei der Weltmeisterschaft hat laut Ittrich Einsicht in Kameraperspektiven, die den Fans und Fernsehstudios vorenthalten werden. «Wir kriegen nur zwei Kameraeinstellungen immer zu sehen, die die FIFA uns ausspielt», sagte Ittrich und erklärte, dass das in der Bundesliga anders sei, da gebe es «drei, vier, fünf Kameraeinstellungen. Deswegen hat der Videoassistent noch mehr und vielleicht auch auf der Grundlage gesagt, das reicht mir nicht.»
Arnautovic durfte weiterspielen und erzielte nach einer knappen halben Stunde die Führung. Österreich verhinderte durch den Last-Minute-Ausgleich von Sasa Kalajdzic das Ausscheiden und trifft nun auf Spanien. Algerien kam ebenfalls weiter und bekommt es im Sechzehntelfinale mit der Schweiz zu tun.
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