Radrennen Strade Bianche
Tadej Pogacar gewinnt das Rennen zum vierten Mal.
Dirk Waem/Belga/dpa
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Pogacar-Hattrick bei Strade Bianche - Koch Frauen-Dritte

Mit einem langen Soloritt hat sich Radsport-Star Tadej Pogacar seinen dritten Sieg in Folge beim schweren Schotterrennen Strade Bianche geholt. Der große Favorit ließ der Konkurrenz bei seinem Saison-Auftakt in der Toskana wie erwartet keine Chance und gewann das Rennen insgesamt zum vierten Mal - ein Rekord. Mit weit ausgebreiteten Armen rollte der UAE-Kapitän nach dem letzten steilen Anstieg auf die Ziellinie auf der Piazza del Campo von Siena zu und verneigte sich danach vor dem Publikum.

Nach 203 Kilometern, davon 64,1 über die weißen Schotterpisten, landete der junge Franzose Paul Seixas (Decathlon - CMA CGM) mit einer Minute Rückstand auf Rang zwei. Dritter wurde Pogacars Teamkollege Isaac del Toro.

Attacke 79 Kilometer vor dem Ziel

79 Kilometer vor dem Ziel attackierte der Weltmeister, kurz konnte ihm Seixas noch folgen, doch Pogacar war zu stark und ließ den Rest des Feldes buchstäblich im Staub zurück. Schnell erfuhr sich der 27-Jährige einen Vorsprung von knapp anderthalb Minuten, den auch eine größere Verfolgergruppe nicht mehr entscheidend verkürzen konnte.

In den nächsten Wochen will der Ausnahme-Radsportler Jagd nach weiteren Klassiker-Siegen machen, vor allem Mailand-Sanremo und Paris-Roubaix will er erstmals gewinnen. Die deutschen Starter spielten bei der Entscheidung der Strade Bianche keine Rolle.

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War mal wieder zu stark für die Konkurrenz: Tadej Pogacar.
Fabio Ferrari/LaPresse via ZUMA Press/dpa

Begleitmotorrad verwirrt Favoritengruppe bei Frauen

Bei den Frauen fuhr die deutsche Radsport-Meisterin Franziska Koch dafür zuvor überraschend auf Platz drei. Die 25-Jährige profitierte nicht nur von ihrem starken Finish, sondern auch von einer falsch geleiteten Favoritengruppe. Nach 133 Kilometern siegte die Schweizerin Elise Chabbey vor der früheren Tour-Siegerin Kasia Niewiadoma aus Polen.

Radrennen Strade Bianche
Franziska Koch schaffte es mit etwas Glück auf das Podium der Strade Bianche.
Elias Rom/Belga/dpa

Koch war Bestandteil einer Spitzengruppe, die möglicherweise chancenlos gewesen wäre. Etwa 32 Kilometer vor dem Ziel war die dahinterliegende Favoritengruppe mit Tour-Siegerin Pauline Ferrand-Prévot aus Frankreich und der Niederländerin Demi Vollering weniger als eine Minute zurück, als das davor fahrende Begleitmotorrad falsch abbog. Die Fahrerinnen realisierten das Missgeschick aber erst nach wenigen Hundert Metern und drehten um.

Am steilen Schlussanstieg zur Piazza war Koch zunächst abgehängt, hatte als Vierte einige Meter Rückstand. Doch durch eine hervorragende Fahrlinie zwängte sie sich noch an der italienischen Meisterin Elisa Longo Borghini vorbei und feierte ein unerwartetes Podium.

© dpa-infocom, dpa:260307-930-782605/5

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