Männer-Doppelvierer
Nach EM-Gold konnte der deutsche Doppelvierer der Männer auch bei der WM jubeln. (Archivbild)
Antonio Calanni/AP/dpa
Männer-Vierer
Nach EM-Bronze wurde der Männer-Vierer bei der WM Vierter. (Archivbild)
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Sport weltweit
«Geiles Rennen»: Deutscher Doppelvierer gewinnt WM-Silber

Der deutsche Männer-Doppelvierer hat bei den Ruder-Weltmeisterschaften in Amsterdam Silber gewonnen. Auf der Bosbaan musste sich das Boot mit Marc Weber (Frankfurt), Felix Heinrich (Braunschweig), Jonas Gelsen (Frankfurt) und dem gerade einmal 19-jährigen Schlagmann Ole Hohensee (Stralsund) nur dem Titelverteidiger Italien geschlagen geben. Bronze ging an Großbritannien.

«Es war ein geiles Rennen. Es war super gefahren. Jeder Spurt hat gesessen, jede Idee, die wir taktisch hatten, ist aufgegangen. Am Ende war es ein kleiner Funke, der uns gefehlt hat. Das ist Motivation, um in nächsten Jahr mit dem gesamten Team daran zu arbeiten», sagte Bugmann Weber. Trainer Francesco Fossi betonte: «Wir sind sehr glücklich. Auf so einem Moment haben wir das ganze Jahr hingearbeitet.» 

Schnellste deutsche Doppelvierer-Zeit 

Mit einem mutigen Auftritt setzte sich das deutsche Quartett zunächst an die Spitze und lag lange in Führung. Erst auf den letzten 500 Metern zogen die Italiener vorbei und sicherten sich erneut den Titel. Für das deutsche Boot ist Silber dennoch der nächste große Erfolg: Vor rund vier Wochen hatte das Quartett bei den Europameisterschaften im italienischen Varese überrascht und 13 Jahre nach dem letzten deutschen EM-Erfolg die Goldmedaille gewonnen.

Mit einer Zeit von 5:34,46 Minuten war der Doppelvierer trotz schwieriger Windbedingungen auf der Regattabahn am Rand der niederländischen Hauptstadt schneller als bei seinem EM-Erfolg in Italien (5:37,21). Laut Trainer Eric Johannesen war es die schnellste Zeit, die ein deutscher Doppelvierer bislang gefahren ist. Die deutschen Frauen ruderten im Doppelvierer auf Rang sechs und konnte damit nicht an ihren EM-Silbererfolg anknüpfen. 

Riemen-Vierer gehen leer aus 

Auch im Riemen-Bereich gab es keine deutsche Medaille. Der zuletzt mit EM-Bronze dekorierte Männer-Vierer wurde beim Sieg der USA Vierter und lag rund fünf Sekunden hinter den Medaillenrängen. Der vor der Saison neu formierte deutsche Frauen-Vierer kam nach EM-Silber auf Rang sechs und hatte am Ende rund 30 Sekunden Rückstand auf die siegreichen USA. Für beide Boote war bereits der Einzug ins A-Finale ein Erfolg.

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