Tennis French Open
Striuff mit der Siegerfaust nach dem perfekten Auftakt bei den French Open.
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Siegt in Runde eins gegen einen deutlich höher eingestuften Gegner: Jan-Lennard Struff.
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Laura Siegemund (r) kurz vor dem ersten Aufschlag
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«Habe Bock»: Struff besiegt Top-Ten-Spieler Bublik

Tennisspieler Jan-Lennard Struff hat bei den French Open für eine Überraschung gesorgt und die zweite Runde erreicht. Der 36-Jährige gewann gegen den Weltranglisten-Zehnten Alexander Bublik aus Kasachstan mit 7:5, 6:7 (6:8), 6:4, 7:5. In der nächsten Runde trifft der Warsteiner auf den Portugiesen Jaime Faria.

«Ich bin glücklich. Es war ein toughes Match mit schwierigen Bedingungen, es war sehr warm. Überragend war die Unterstützung auf dem Court, es waren viele deutsche Fans da», sagte Struff bei Eurosport. Zu seinen weiteren Zielen in Roland Garros sagte er lediglich: «Ich habe Bock.»

Auch Becker ist begeistert

Boris Becker ist auf jeden Fall begeistert vom Davis-Cup-Spieler. «Es war mal wieder an der Zeit», sagte der dreimalige Wimbledongewinner als Eurosport-Experte: «Er ist richtig cool geblieben beim Matchball.» 

Daniel Altmaier und Laura Siegemund verpassten dagegen weitere Überraschungen. Altmaier (27) lag gegen den Weltranglisten-Sechsten Felix Auger-Aliassime aus Kanada im entscheidenden fünften Satz mit einem Break vorn, musste sich aber nach 4:16 Stunden mit 6:4, 4:6, 6:4, 1:6, 6:7 (7:10) geschlagen geben. Siegemund verlor gegen die frühere japanische Weltranglistenerste Naomi Osaka nach hartem Kampf mit 3:6, 6:7 (3:7).

Siegemund (38) scheiterte zum dritten Mal in Serie an der Auftakthürde von Roland Garros. Die Weltranglisten-47. tritt aber noch im Doppel-Wettbewerb bei den Frauen und im Mixed an. 

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Laura Siegemund spielte als Außenseiterin gegen Osaka groß auf.
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Siegemund zwischen Frust und Stolz

«Ich habe sie definitiv geärgert, ich habe das gemacht, was ich gut kann», sagte Siegmund: «Habe ich heute mein bestes Tennis gespielt? Nein.» Sie sei «enttäuscht» über die Niederlage. 

Siegemund spielte gegen Osaka gut mit und brach vor allem im zweiten Satz verstärkt Osakas Rhythmus, indem sie zum Beispiel erfolgreich Stopps einsetzte - so wie beim Break. «Super gespielt, damit raubt sie ihr da wirklich den Nerv», sagte die frühere Bundestrainerin Barbara Rittner bei Eurosport: «Man sieht förmlich, wie es Osaka nervt.»

Doch Siegemund vergab einen Satzball und verlor ihr Aufschlagspiel. Im Tiebreak setzte sich die größere Qualität der viermaligen Grand-Slam-Turniergewinnerin Osaka vor allem beim Aufschlag durch. «Da war mehr drin im zweiten Satz», meinte Rittner, die aber auch Osaka lobte: «Immer wenn es wichtig war, ist sie über ihren ersten Aufschlag aus kritischen Situationen rausgekommen.»

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