Anja Wicker
Auch Paralympics-Siegerin Anja Wicker unterzeichnete die Erklärung. (Archivbild)
Hendrik Schmidt/dpa
Sport weltweit
Para-Athleten fordern mehr Geld für Spitzensport-Förderung

Kurz vor den paralympischen Winterspielen in Italien haben knapp 200 deutsche Para-Athleten an die Bundesregierung appelliert, die Förderung des paralympischen Spitzensports im Bundeshaushalt 2027 zu erhöhen. Es müsse das Ziel sein, mindestens 200 Förderplätze zu finanzieren und mehrjährig abzusichern. 

Insgesamt 196 haben die Erklärung unterzeichnet - darunter die viermalige Paralympics-Siegerin Anna-Lena Forster (Para Ski Alpin) oder die zweimalige Weltmeisterin Anja Wicker (Para Ski nordisch). «Wer paralympische Athletinnen und Athleten fördert, investiert nicht nur in Medaillen, sondern in Inklusion, Sichtbarkeit und Chancengerechtigkeit. Jetzt ist der Moment zu handeln», sagte Elena Semechin, zweifache Paralympics-Siegerin im Schwimmen.

Elena Semechin
Para-Schwimmerin Elena Semechin ist Präsidiumsmitglied bei Athleten Deutschland. (Archivbild)
Jens Büttner/dpa

«Echte Gleichstellung scheitert noch immer am Budget»

Die Athleten lobten zwar, dass in den zurückliegenden Jahren wichtige Fortschritte in der individuellen Para-Athletenförderung erzielt wurden. Aber: «Echte Gleichstellung scheitert noch immer am Budget», hieß es. 

Nach Angaben der Athletenvertreter wird Deutschland bei den Paralympischen Sommer- und Winterspielen von rund 200 Sportlern vertreten. «Direkt gefördert werden jedoch nur 168. Schon heute passt die Förderung damit nicht zur sportlichen Realität. Rund 30 zusätzlich benötigte Förderplätze kosten etwa 400.000 Euro pro Jahr – unter 0,2 Prozent der Gesamtausgaben des Bundes für den Spitzensport», teilten die Sportler und Athletenvertreter mit.

Im Bundeshaushalt für 2026 waren rund 350 Millionen Euro für den Sport eingeplant. Davon entfallen große Teile auf Spitzensportförderung.

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