Das Tennis-Märchen der Qualifikantin Maja Chwalinska bei den French Open geht weiter. Die 24-jährige Polin zog durch ein 7:6 (7:3), 6:3 gegen die Russin Anna Kalinskaja sensationell ins Halbfinale des Grand-Slam-Turniers auf Sand ein.
Dort trifft sie auf eine weitere Russin: Diana Schnaider bezwang die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka aus Belarus mit 3:6, 7:5, 6:0 und sorgte damit für eine weitere Überraschung auf dem Court Philippe Chatrier. Vor allem im desolaten letzten Satz wirkte Sabalenka völlig entnervt und schrie ihren Frust öfters heraus.
«Ich war definitiv nervös. Ich war gestresst und habe versucht, mich auf meinen Job und mein Spiel zu konzentrieren. Ich bin glücklich, dass ich das geschafft habe», sagte die Weltranglisten-114. Chwalinska beim Interview auf dem Court Philippe Chatrier.
Jetzt schlafen, Tee trinken und Netflix schauen
Auf die Frage, was sie bis zum Halbfinale am Donnerstag gegen die Russin Schnaider mache werde, antwortete die Polin: «Nur schlafen, mein Tee, vielleicht ein bisschen Netflix schauen - und dann geht es mir gut.»
Chwalinska stellte die Bestmarke für eine Qualifikantin bei den French Open ein. 2020 war die Argentinierin Nadia Podoroska in Paris ebenfalls in die Runde der besten Vier eingezogen, nachdem sie sich in der Qualifikation einen Startplatz fürs Hauptfeld erkämpft hatte.
Chwalinskas Landsfrau und viermalige French-Open-Gewinnerin Iga Swiatek ist in Paris bereits ausgeschieden. «Ich kenne sie, seit wir zehn Jahre alt waren. Wir haben definitiv eine lange gemeinsame Geschichte», sagte Chwalinska: «Sie ist ein großartiger Champion und eine große Inspiration für uns alle in Polen.»
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