Australian-Open-Siegerin Jelena Rybakina hat zum zweiten Mal das erstklassig besetzte Tennis-Turnier in Stuttgart gewonnen. Zwei Jahre nach ihrem ersten Titel beim Porsche Grand Prix setzte sich die Kasachin dank ihres Power-Tennis im Endspiel mit 7:5, 6:1 verdient gegen die Tschechin Karolina Muchova durch.
Als Nachfolgerin der lettischen Vorjahressiegerin Jelena Ostapenko wurde Rybakina mit einem Preisgeld von 161.310 Euro und einem Sportwagen des Titelsponsors belohnt. Die 26-Jährige sicherte sich ihren insgesamt 13. Turniersieg. Es war der erste Titel, nachdem sie sich Ende Januar zur Grand-Slam-Siegerin in Melbourne gekürt hatte.
Rybakina erst dominant, dann nervenstark in Satz eins
Angesichts eines dominanten Beginns schien es vor 4.400 Zuschauern in der ausverkauften Halle zunächst auf einen glatten ersten Satzgewinn für Rybakina hinauszulaufen. Doch die Wimbledon-Siegerin von 2022 erlaubte sich ausgerechnet eine Schwächephase, als sie bei 5:3 zum Satzgewinn aufschlug.

Die Weltranglisten-Zwölfte Muchova nahm ihr erstmals den Aufschlag ab und glich wenig später aus. Nervenstark entschied Rybakina den ersten Durchgang dann aber doch noch für sich und trat zunehmend souveräner auf. Ähnlich wie zu Beginn startete Rybakina auch im zweiten Satz überlegen, wurde immer selbstsicherer und ließ Muchova mit ihrem druckvollen Spiel keine Chance mehr.

Keine deutsche Tennisspielerin im Viertelfinale
Muchova hatte zuvor in Coco Gauff (USA) und Jelina Switolina (Ukraine) zwei Top-Ten-Spielerinnen nacheinander besiegt. Die anfangs fünf deutschen Tennis-Frauen im Hauptfeld waren alle früh ausgeschieden. Nur Laura Siegemund und Eva Lys schafften es dank Auftakterfolgen ins Achtelfinale des mit gut einer Million Euro Preisgeld dotierten Hallen-Sandplatzturniers.
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