Luis de la Fuente
Spaniens Trainer Luis de la Fuente setzt auf bewährte Kräfte. (Archivbild)
Li Ming/XinHua/dpa
Sport weltweit
Spaniens Weltmeister-Trainer erklärt Solidarität mit Ceuta

Spaniens Nationaltrainer Luis de la Fuente hat bei der Bekanntgabe seines ersten Kaders nach dem Gewinn der Fußball-WM seine Solidarität mit Ceuta erklärt. «Heute fühle ich mich mehr denn je als Caballa und Ceutí», sagte der Trainer. Mit beiden Bezeichnungen, die für Einwohner Ceutas stehen, brachte er seine Verbundenheit mit der Nordafrika-Exklave zum Ausdruck. Die Ankunft von Zehntausenden Migranten hatte Ceuta Ende Juli in eine Krise gestürzt.

De la Fuente war von Journalisten zur Polemik um die Real-Madrid-Profis Kylian Mbappé, Vinícius Júnior und Ibrahim Konaté befragt worden. Die drei Spieler waren wegen ihres Umgangs mit Solidaritätsshirts für Ceuta kritisiert worden.

Mbappé wies Kritik zurück

Vor dem Ligaspiel beim FC Elche hatten beide Teams im Rahmen einer von Unternehmern initiierten Kampagne Shirts mit dem Schriftzug «Todos somos caballas» (Wir sind alle caballas) angezogen. Mbappé, Vinícius Júnior und Konaté trugen ihre Shirts jedoch eingerollt, so dass der Schriftzug nicht vollständig zu sehen war. Zudem zogen sie die Shirts vor der Begrüßung der Gegner wieder aus.

Konservative und rechtsextreme Kreise werteten dies als mangelnde Solidarität mit den Einwohnern Ceutas. Den gleichen Vorwurf richten sie gegen die linke Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez. Mbappé wies die Kritik zurück und beklagte indirekt mangelndes Mitleid mit Migranten.

Der Coach berief für die Nations League 22 Spieler erneut, die zur Weltmeisterauswahl gehörten. «La Roja» trifft zunächst am 26. September in England an. Anschließend folgen Heimspiele gegen Kroatien (29. September) und Tschechien (3. Oktober), bevor die Länderspielserie am 6. Oktober mit einem Auswärtsspiel gegen Kroatien abgeschlossen wird.

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