Tonda Eckert
Southamptons Trainer Tonda Eckert (r) steht wegen der Spionage-Affäre im Fokus. (Archivbild)
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FC Southampton
Der FC Southampton wurde wegen Spionage von den Playoffs ausgeschlossen. (Archivbild)
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Sport weltweit
Spionage-Affäre: Southampton-Coach Eckert von FA angeklagt

Der deutsche Trainer Tonda Eckert ist in der Spionage-Affäre beim englischen Fußball-Zweitligisten FC Southampton vom Fußballverband FA angeklagt worden. Dabei gehe es um mögliche Verstöße gegen Regel E3.1, wie der Club in einer Stellungnahme bestätigte.

«Tonda und der Verein werden weiterhin uneingeschränkt und offen mit der FA zusammenarbeiten», schrieb der FC Southampton und bekräftigte: «Der Verein steht weiterhin voll und ganz hinter Tonda und seinem Stab, während wir auf unser Ziel, die Rückkehr in die Premier League, hinarbeiten.» Die Clubführung hatte schon vor Wochen dem deutschen Coach Rückendeckung gegeben. 

Sollte Eckert (33) aber für längere Zeit gesperrt werden, steht hinter seiner Zukunft in Southampton ein großes Fragezeichen. «Ich kann ihn unterstützen, selbst wenn er gesperrt wird», hatte Clubinhaber Dragan Solak der BBC gesagt: «Aber ich kann ihn nicht als Trainer einsetzen, wenn er gesperrt ist.» Sollte es so kommen, würde der Club aber zunächst Einspruch einlegen.

Das war passiert

Eine unabhängige Disziplinarkommission der englischen Fußball-Liga (EFL) hatte den Club wegen der sogenannten «Spygate»-Affäre aus den Championship-Playoffs – und damit von einem möglichen Premier-League-Aufstieg - ausgeschlossen und mit einem Vier-Punkte-Abzug für die kommende Saison bestraft.

Nach Ansicht der Kommission hatte Eckert seine Mitarbeiter beauftragt, Trainingseinheiten von Gegnern zu beobachten, was der 33-Jährige auch selbst eingeräumt habe. Nach den Regularien der EFL ist das allerdings verboten.

Eckerts Worte an die Fans

Eckert hatte sich in einer längeren Videobotschaft an die Fans auf den offiziellen Kanälen des FC Southampton geäußert. «In England gelten andere Regeln, und auch die Regeln der EFL sind anders – und ich hätte sie kennen müssen», sagte er. «Ich hoffe, dass ihr das mit der Zeit verstehen und mir vergeben könnt.»

In Deutschland sei es gängige Praxis, Trainingseinheiten zu beobachten, so der Coach. Er bedankte sich für die Unterstützung im Club und betonte: «Ich bin ein junger Trainer. Ich habe einen Fehler gemacht und übernehme dafür die volle Verantwortung.»

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