Demokratische Republik Kongo
Das Team der Demokratischen Republik Kongo.
STR/AP/dpa
Sport weltweit
WM-Testspiel wegen Ebola abgesagt: DR Kongo hofft auf Lösung

Nach der Spielabsage in Spanien aufgrund des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo hofft der kongolesische Fußballverband auf eine schnelle Lösung. Die Nationalmannschaft sollte am 9. Juni in der La Línea de la Concepción in der Provinz Cádiz zu einem WM-Testspiel gegen Chile antreten. Doch der Bürgermeister der Stadt, Juan Franco, sagte die Partie aufgrund von Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit dem Ausbruch der tödlichen Viruskrankheit in dem zentralafrikanischen Land ab. 

«Es wurden Unterlagen vorgelegt, doch diese waren sowohl nach Ansicht der städtischen Fachleute als auch der Fachleute der Regionalregierung von Andalusien unzureichend», sagte er dem Radiosender Cope. Man habe sich für «einen Weg der äußersten Vorsicht entschieden».

Verband hält dagegen 

Der kongolesische Fußballverband versicherte daraufhin in einer Mitteilung, alle notwendigen Maßnahmen seien ergriffen worden, um die Einhaltung der für das Spiel geltenden gesundheitlichen, sportlichen und behördlichen Auflagen zu gewährleisten. «Die kongolesische Delegation hält sich weiterhin strikt an die geltenden internationalen Protokolle», hieß es.

Der Verband sei derzeit in Gesprächen mit dem spanischen Fußballverband sowie den entsprechenden internationalen Gremien. Man hoffe, «eine rasche und zufriedenstellende Lösung zu finden, die es ermöglicht, dieses Spiel unter den bestmöglichen Bedingungen auszutragen», hieß es in der Mitteilung. 

Der Gegner ist auch zu Konzessionen bereit. «Wir stehen im Gespräch mit dem kongolesischen Fußballverband, dem Veranstalter des Spiels und dem Stadionbetreiber, damit das Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden kann», sagte Felipe Correa, Manager der chilenischen Nationalmannschaft, laut spanischen Medien.

Lebensbedrohliche Krankheit

Der Kongo und Nachbarland Uganda sind seit April von einem Ausbruch des gefährlichen Ebola-Virus betroffen. Die ansteckende und lebensbedrohliche Infektionskrankheit wird durch direkten Kontakt mit Blut oder anderen Körperflüssigkeiten übertragen. 

Ende Mai verhängten die drei WM-Gastgeber-Länder USA, Kanada und Mexiko angesichts des Ausbruchs bereits Einreisebeschränkungen für Menschen mit vorherigen Aufenthalten im Kongo, in Uganda oder dem Nachbarland Südsudan.

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