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Mit diesem verwandelten Elfmeter erzielte Nöttingens Kapitän Timo Brenner (rechts) das 2:2.  Fotos: Becker 
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Am Pfosten landete dieser Schuss von Michael Schürg in der 87. Minute. 

0:2 zur Halbzeit: FC Nöttingen im Endspurt gegen Linx mit Glück und Pech

Remchingen-Nöttingen. Die Erfahrung, dass man den SV Linx nicht mit links besiegen kann, musste Favorit FC Nöttingen am Samstag in der heimischen Kleiner Arena machen. Nach einem Spiel mit kuriosem Verlauf stand es nach 90 Minuten 2:2 (0:2).

Die Gäste aus Südbaden führten durch Tore von Adrian Vollmer (37.) und Wacim Tine (45.) zur Pause mit 2:0. Nach dem Wechsel verwandelte Kapitän Timo Brenner zwei Elfmeter sicher (70. und 76. Minute) zum verdienten Ausgleich. Am Ende hätten die Platzherren sogar gewinnen müssen, denn Marco Manduzio, Leutrim Neziraj, Niklas Kolbe und Michael Schürg trafen noch viermal (!) Pfosten und Latte.

„Sieg wäre verdient gewesen“

Michael Wittwer war hin- und hergerissen bei der Bewertung des Spieles. „Nach einem 0:2-Rückstand musst du eigentlich zufrieden sein mit dem Resultat. Wenn ich aber sehe, was wir am Ende für Chancen hatten, wäre ein Sieg für uns verdient gewesen“, bilanzierte Nöttingens Trainer.

Nach dem 1:0-Sieg beim Topfavoriten VfB Stuttgart II zum Saisonauftakt ging Nöttingen mit breiter Brust ins Spiel. Es sah zunächst auch gut aus. In der Anfangsphase hätte Mario Bilger sein Team in Führung schießen können, doch ein Volleyschuss ging vorbei (2. Minute), dann hielt der Linxer Torwart sehr gut (12.).

Danach kamen die Gäste besser ins Spiel und konterten geschickt. Nach einem gehaltenen Schuss von Dennis Kopf traf Adrian Vollmer im Nachschuss (37.), dann überlief der wieselflinke Wacim Tine die aufgerückte Nöttinger Deckung bei einem schnellen Gegenstoß mit einem 60-Meter-Sprint und machte überlegt das 0:2 (45.).

Glück und Pech hatten die Nöttinger dann in der zweiten Hälfte. Glück, weil beide Elfmeter aus Sicht des SV Linx vermeidbar waren. Erst war da das unnötige Foul von Dennis Kopf an Mario Bilger am Rande des Strafraums (70.), dann ein fragwürdiger Elfer, nachdem Valentyn Podolsky den Gästespieler Sinan Gülsoy angeschossen hatte und der Schiri ein Handspiel gesehen hatte (76.). Timo Brenner verwandelte beide Strafstöße sicher.

Es fehlt das Quäntchen Glück

Pech, weil man in der Schlussphase in fünf Minuten vier mal Latte und Pfosten anvisierte. Zunächst zirkelte Marco Manduzio einen Freistoß aus 20 Metern an die Latte. Den Abpraller köpfte „Leo“ Neziraj ebenfalls an die Latte (82.). Nach einer Ecke von Tolga Ulusoy traf dann Niklas Kolbe per Kopf die Latte (85.). Und zu guter Letzt knallte Michael Schürg in der 87. Minute nach einem Konter und feinem Zuspiel von Timo Brenner den Ball an den Innenpfosten. Spätestens das hätte der Siegtreffer für die Lilaweißen sein müssen. „Der Punkt war am Ende mehr als glücklich“, räumte Thomas Leberer, der Trainer der Gäste ein. Es war übrigens der erste Punkt, den Linx aus zahlreichen Oberliga-Duellen in Nöttingen geholt hat.

Martin Mildenberger

Martin Mildenberger

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