Mit einer 1:3-Niederlage im Gepäck ist der 1.CfR Pforzheim am Gründonnerstag vom Oberliga-Gastspiel beim SSV Reutlingen zurückgekehrt. Dabei war für das Team aus der Goldstadt mehr drin. Pforzheim führte durch den Treffer von Domink Salz (18.), kassierte aber noch vor der Pause den Ausgleich und dann zwei späte Tore.
Vor 1011 Zuschauern im Kreuzeiche-Stadion überwand Dominik Salz den in dieser Szene unglücklich agierenden Reutlinger Keeper Milan Jurkovic mit einem Kopfball. Nach einem gut getimten Pass von Kapitän Pierre Eiberger traf Onesi Kuengienda (43.) zum 1:1. Für die Entscheidung sorgte Raphael Schneider. In der 80. Minute verwandelte der 22-Jährige einen Strafstoß – der Ex-Pforzheimer Janick Schramm war zu Fall gebracht worden. Schneider sorgte auch für den 3:1-Endstand, als er nach einer Hereingabe von Denis Lübke volley traf.
Für die Pforzheimer stand die Oberliga-Partie schon im Schatten des wichtigen Halbfinales im Badischen Pokal, das am Dienstag um 18.30 Uhr angepfiffen wird. Gegner im Holzhofstadion ist dann Verbandsligist FC Espanol Karlsruhe. Weil es in dieser Partie um so viel geht, wurden in Reutlingen der leicht angeschlagene Torhüter Manuel Salz und kränkelnde Mittelfeldspieler Joao Tardelli vorsichtshalber geschont. Um so ärgerlicher war die Gelb-Rote Karte in der Nachspielzeit für Dennis Gudzevic.
Mit dem Auftritt seiner Mannschaft an der Kreuzeiche war Gökhan Gökce über weite Strecken zufrieden. Bis zum 1:1 habe seine Mannschaft gar überragend gespielt. „Ich denke, wir hatten unter dem Strich sogar die klareren Chancen“, ärgert sich der CfRTrainer darüber, dass sein Team nicht punktete.
Ähnlich sieht es Sportvorstand Torsten Heinemann. „Am Ende hat die Mannschaft verloren, die halt in den entscheidenden Momenten die Fehler gemacht hat.“ Das habe der Gegner ausgenutzt. Zudem habe man Pech in Strafraumsituationen gehabt. Während die Pforzheimer die Berechtigung des Reutlinger Strafstoßes anzweifeln, reklamierten sie auf der anderen Seite vergeblich einen Handelfmeter.
Das Spiel war auch ein Wiedersehen mit Teo Rus. Der ehemalige CfR-Coach betreut jetzt – erfolgreich – Reutlingen. Die Reise zum Spiel absolvierte der in Karlsruhe lebende Rus gemeinsam mit seinem Arbeitgeber Torsten Heinemann. Nach einer guten Anfangsphase, so Rus, sei sein Team „von Pforzheim überrollt“ worden, habe sich aber nach dem 0:1 schnell gefangen: „Am Ende waren wir die glücklichen Sieger.“


