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Gleich dreimal durfte sich Stanley Ratifo von den CfR-Kollegen feiern lassen.  Foto: Hennrich 
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Den Pforzheimer Torreigen hatte Marco Rienhardt eröffnet.  Foto: Hennrich 

1. CfR Pforzheim schießt FV Lörrach-Brombach mit 6:1 aus dem Stadion - Ratifo-Hattrick

Pforzheim. Im renovierten Brötzinger Tal spielt die generalüberholte Mannschaft des 1. CfR Pforzheim weiter erfolgreich auf. Dem 2:1 zum Saisoneinstand gegen Ilshofen ließ die Mannschaft von Fatih Ceylan nun ein 6:1 (2:1) gegen den FV Lörrach-Brombach folgen. Mann des Tages dabei war Stanley Ratifo, dem nach seiner Einwechslung zur Pause bis zur 73. Minute ein lupenreiner Hattrick gelang (48./Elfmeter, 61., 73.). Mit Marco Rienhardt (21.), Robin Münst (31.) und Salvatore Catanzano (83.) trafen drei weitere Offensivspieler.

Klar, dass der Trainer an diesem Abend nichts am Auftritt seiner Mannschaft auszusetzen hatte. „Die Jungs haben von der ersten bis zur 90. Minute alles gegeben. Dafür haben sie sich heute belohnt“, strahlte Fatih Ceylan nach der Partie. „Wir haben gut Druck gemacht. Ich habe heute die Bälle, die kamen versenkt“, strahlte Ratifo, den man im CfR-Trikot noch nie so effektiv gesehen hat.

Ceylan ließ in der Englischen Woche wie angekündigt rotieren: Baba Mbodji, Stanley Ratifo und Serach von Nordheim raus, Laurin Masurica, Salvatore Catanzano und Benjamin Sailer rein.

Die Zuschauer bekamen von Beginn an eine ausgesprochen muntere erste Halbzeit zu sehen. Der CfR war die meiste Zeit im Vorwärtsgang – mal mit langen Bällen, mal mit Kombinationen über die aktiven Benjamin Sailer (rechts) und Salvatore Vares (links) – und machten aus sechs guten Chancen zwei Tore. Zunächst drückte Rienhardt eine Hereingabe von Sailer über die Linie (31.), dann zog Münst aus 20 Metern ab. Der Ball prallte von der Unterkante der Latte auf den Boden und sprang dann ins Feld zurück. Schiedsrichterin Selina Menzel zögerte kurz, entschied dann aber – offensichtlich Wink ihrer Linienrichterin – auf Tor (31.).

Man muss aber auch sagen: Der CfR machte nur zwei Tore, den Catanzano (8.), Rienhardt (27., 39.), und Sailer (40.) ließen weitere gute Möglichkeiten liegen. So kamen die Gäste mit ihrem ersten Torschuss zum Anschluss, als Tarek Aliane nach einem Pforzheimer Ballverlust alleine vor dem Manuel Salz auftauchte und dem Keeper keine Chance ließ (35.).

Egal, was sich die Gäste für Durchgang zwei vorgenommen hatten, Ratifo durchkreuzte ihre Pläne schnell. Noch keine zwei Minuten auf dem Platz, wurde er von Kevin Meier im Strafraum gefoult und verwandelte den fälligen Elfmeter selbst zum 3:1 (48.). „Danach war bei uns der Glaube weg“, sagte Gästecoach Erkan Aktas, der Pforzheims Sieg als völlig verdient erachtete. Dabei war die letztlich wohl entscheidende Szene erst in der 61. Minute. Da jagte Lörrachs Torschütze Tarek Aliane den Ball an die Querlatte des Pforzheimer Tores, beim folgenden Konter erlief Münst auf rechts den langen Ball und legte mustergültig in die Mitte, wo Ratifo zur Stelle war (61.). Noch einmal elf Minuten später profitierte der dreifache Torschütze von einem Schuss Catanzanos, den Lörrachs Keeper Marc Philipp nur wegfausten konnte – im Nachsetzen war erneut Ratifo zur Stelle (73.). Seinen dritten Treffer feierte der Torschütze artistisch mit einem Handstandüberschlag. Beim 6:1 schließlich profitierte Catanzano von einem krassen Abwehrfehler der Gäste (83.).

Mag sein, dass Lörrach-Brombach nicht zu den stärkeren Teams der Oberliga zählt. Die Pforzheimer Leistung war dennoch beeindruckend und macht Mut für den schweren Gang am Samstag zum Topfavoriten Stuttgarter Kickers.