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Im November war es nur ein Test, am Donnerstag startet nun der Weltrekordversuch von Fabian Breitsamer. Meister 

405,22 Kilometer in 48 Stunden: Pforzheim wird für zum Weltrekord-Schauplatz

Pforzheim. „Ich möchte an meine Grenzen gehen.“ Das sagt Fabian Breitsamer. Deshalb unternimmt der Extremsportler am morgigen Donnerstag einen Weltrekordversuch. Im Intersport Schrey in Pforzheim will er die elf Jahre alte Bestmarke des Iren Tony Mangan brechen. Um das zu schaffen, muss er in 48 Stunden mehr als 405,22 Kilometer auf dem Laufband zurücklegen.

Der Versuch beginnt am Donnerstag um 12 Uhr und endet 48 Stunden später. Seit vier Monaten bereitet sich der Ispringer intensiv auf das Ereignis vor, ist seither rund 2000 Kilometer gelaufen. „Ich habe vor allem an meiner Grundlagenausdauer trainiert“, erzählt der Ispringer.

Derzeit ist der Berufssoldat bei der Bundeswehr in Ingolstadt und studiert Bautechnik. Ende November unternahm er einen Testlauf. Bereits frühzeitig bemerkte er dabei, dass der Puls aufgrund der trockenen Luft schnell nach oben ging und schaffte sich über einen Ventilator Abhilfe. Neben der Luft sieht er vor allem die Federung des Laufbands als problematisch an, da das Laufen dadurch deutlich mehr Kraft erfordert. Bis auf Dusch- und Toilettenpausen will Breitsamer im Dezember durchlaufen. Zusätzlich will er alle 20 bis 30 Kilometer aufgrund der Dämpfung seine Schuhe wechseln.

Für das Ereignis reisen zahlreiche Freunde von Breitsamer nach Pforzheim. Neben ihm soll ein weiteres Laufband installiert werden und zur Nutzung bereitstehen. „Natürlich freue ich mich, wenn einige Personen mich bei diesem Versuch begleiten“, so Breitsamer. Als kritischen Punkt befürchtet er die Nacht von Donnerstag auf Freitag. In dieser will der Brettener Läufer Jens Santruschek ihm Gesellschaft leisten.

Eine Lady-Night am Donnerstag bis 22 Uhr und ein Sponsorentreffen am Freitag sollen weitere Unterstützung bieten. „Für uns ist solch eine Veranstaltung etwas Neues und wir sind gespannt“, so Dorothee Leicht vom Intersport Schrey. Der Lauf wird auf Video dokumentiert und teilweise in den sozialen Medien übertragen.

Aufgeben ist für Breitsamer keine Option. „Selbst wenn es nicht reichen sollte, dann werde ich den Lauf durchziehen“, so der Ultraläufer. 2017 machte er in der Läuferszene mit einem zweiten Rang beim Jungle-Ultra in Peru auf sich aufmerksam. Ein Jahr später lief er bei Temperaturen von minus 35 Grad auf den zweiten Rang beim Ice-Ultra in Lappland. Im gleichen Jahr feierte er den Sieg bei der deutschen Trail-Meisterschaft über 24 Stunden.