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Starker Auftritt: Emma Stach erzielte im zweiten Halbfinale 13 Punkte für die Rutronik Stars Keltern, die mit dem zweiten Sieg vorzeitig ins Finale gegen Herne einzogen. Rechts Marburgs Alexandria Kiss-Rusk.  Foto: PZ-Archiv/Becker 

66:59-Sieg in Marburg: Rutronik Stars Keltern stehen nach nur zwei Spielen im Finale

Keltern/Marburg. Es war viel Kampf, es war gelegentlich auch Krampf, am Ende aber war es aus Sicht der Rutronik Stars Keltern vor allem eines: erfolgreich. Die Basketballerinnen aus der Enzkreisgemeinde haben im Halbfinale der deutschen Meisterschaft kurzen Prozess gemacht, sich in nur zwei Spielen gegen den BC Pharmaserv Marburg durchgesetzt und treffen im Finale nun auf den Herner TC.

Keltern gewann nach dem deutlichen 75:61 im ersten Spiel daheim am Mittwochabend in Marburg 66:59. Der Herner TC, der als Tabellenführer in die Play-offs gegangen war, hatte das Finale bereits am Tag zuvor durch einen 86:71-Erfolg beim TSV Wasserburg erreicht. Das erste Spiel findet nach dem neuen Finalmodus am kommenden Mittwoch übrigens in Keltern statt (Beginn vermutlich 19.00 Uhr), Spiel zwei und drei sind dann in Herne.

Nach drei hart umkämpften Vierteln (19:17, 11:14, 18:17) waren beide Teams beim Stande von 48:48 Kopf an Kopf in den letzten Spielabschnitt gegangen. Dann zeigte die physisch starke Abwehrleistung von Keltern mehr und mehr Wirkung. Die bis dahin schon schwache Trefferquote der Gastgeberinnen wurde noch schwächer (25 Prozent am Ende). Und die Sterne schlugen zu, obwohl auch ihre Wurfquote (37 Prozent) alles andere als überragend war. Rebecca Tobin, die in der Abwehr der Turm in der Schlacht war, glich zum 50:50 aus. Danach legte Kelterns beste Werferin Kimberly Pierre-Louis (15 Punkte) zwar zwei Freiwürfe neben den Korb, zeigte bei der anschließenden Balleroberung aber großen Kampfgeist.

Ein Dreier als Zeichen

Und dann setzte die an diesem Abend starke Emma Stach (13 Punkte) mit einem Dreier zum 55:50 ein Zeichen. Von diesem Schock erholten sich die Gastgeberinnen, die mit Marie Berthold (Verletzung im Abschlusstraining) auf eine wichtige Spielerin verzichten mussten, nicht mehr.

Nach der Schlusssirene war Kelterns Vereinschef Dirk Steidl „einfach nur erleichtert“. Trainer Christian Hergenröther berichtete von Problemen mit Marburgs wechselnde Abwehrsystemen. „Es war eine sehr anstrengende, aber keine schöne Serie.“ Ein Sonderlob hatte der Coach für Aufbauspielerin Emma Stach und Center Rebecca Tobin parat. Letztere hielt in packenden Duellen Marburgs Topscorerin Alexandria Kiss-Rusk bei nur sechs Punkten. „Toll, wie Rebecca unseren Korb beschützt hat“, so Hergenröther.