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Kushtrim Lushtaku. Foto: PZ-Archiv, Ripberger
CfR-Trainer Gökhan Gökce nach dem Vorfall. © Becker
12.10.2018

Angebliche Attacke erscheint in neuem Licht: Kushtrim Lushtaku meldet sich über Anwalt zu Wort

Pforzheim. Knapp eine Woche, nachdem Kushtrim Lushtaku seinen Trainer Gökhan Gökce angeganen haben soll, hat sich nun der Spieler zu Wort gemeldet. Die Erklärung, die sein Anwalt am Freitag verbreitet hat, lässt den Vorfall in einem anderen Licht erscheinen.

Demnach räumt Lushtaku ein, den Trainer des 1. CfR Pforzheim, Gökhan Gökce, gegen Ende der ersten Halbzeit der Partie gegen den TSV Ilshofen massiv verbal beleidigt zu haben. Zu dem Vorwurf des Trainers, wonach der Spieler ihn anschließend attackiert habe, äußert sich Lushtaku zwar nicht direkt. Jedoch schreibt sein Rechtsbeistand: "Bezüglich der angeblichen oder tatsächlichen Bedrohungen oder der angeblichen oder tatsächlichen Übergriffe des Spielers auf den Trainer sowie bezüglich der Vorgänge im Spielergang der Kabine in der Halbzeitpause insgesamt gehen die dem Verein vorliegenden Schilderungen auseinander."

Bildergalerie: Attacke auf Trainer Gökce - 1. CfR Pforzheim unterliegt dem TSV Ilshofen

CfR-Trainer Gökhan Gökce nach dem Vorfall.

Die Pressemitteilung wurde zwar vom Anwalt verschickt, ist nach seinen Angaben aber eine gemeinsame Erklärung zwischen ihm und dem Fußball-Oberligisten. Der CfR, so heißt es in der Erklärung weiter, halte nicht an seiner am 7. Oktober in einer Pressemitteilung getätigten Schilderung der Ereignisse fest. Auch die Polizei hatte in ihrer Pressemitteilung davon geschrieben, dass der Spieler seinen Trainer "auf den Boden gerissen und mit dem Knie attackiert" habe.

In der Mitteilung des Anwalts ist nun aber zu lesen: "Der Ablauf und Verlauf dieser Geschehnisse lässt sich für den 1. CfR Pforzheim vereinsintern nicht mit der notwendigen Sicherheit aufklären. Dafür hat der 1. CfR Pforzheim als Sportverein auch nicht die Mittel und Möglichkeiten und sieht das auch nicht als seine Aufgabe an." Der Verein werde "der Sachverhaltsfeststellung und Sachverhaltsaufklärung des Sportgerichts und der staatlichen Behörden und Institutionen nicht vorgreifen."

Demnach halte der CfR auch seinen Rauswurf Lushtakus nicht aufrecht. Stattdessen hätten sich beide Parteien auf etwas anderes geeinigt. In dem Schreiben heißt es: "Kushtrim Lushtaku hat seinen Vertrag mit dem 1. CfR Pforzheim fristlos gekündigt. Der Verein akzeptiert diese Lösung." Sowohl Lushtaku als auch der CfR "werden nach Kräften an einer Sachberhaltsaufklärung in den sportgerichtlichen oder sonstigen staatlichen Verfahren mitwirken", heißt es abschließend in der Erklärung.

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