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Im Streit zwischen dem Deutschen Ringer-Bund (DRB) und den sich jüngst abgespaltenen Vereinen der Deutschen Ringerliga (DRL) zeichnet sich eine Annäherung ab. Symbolbild: Ripberger
Im Streit zwischen dem Deutschen Ringer-Bund (DRB) und den sich jüngst abgespaltenen Vereinen der Deutschen Ringerliga (DRL) zeichnet sich eine Annäherung ab. Symbolbild: Ripberger
27.07.2017

Annäherung im Lager der Ringer

Nürnberg/Ispringen. Im Streit zwischen dem Deutschen Ringer-Bund (DRB) und den sich jüngst abgespaltenen Vereinen der Deutschen Ringerliga (DRL) zeichnet sich eine Annäherung ab. Fünf Spitzenclubs – darunter der KSV Ispringen – hatten Anfang des Jahres eine eigene Liga gegründet, weil sie zu wenig Mitspracherecht beim DRB beklagten. Nach einer Verhandlung vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth kündigte die DRL am Donnerstag „baldige gemeinsame Gespräche mit dem Ziel eines gemeinsamen Konzepts“ an. DRL-Geschäftsführer Markus Scheu sprach von einem „großen Schritt für den deutschen Ringsport“.

Auch der Verband erklärte sich „bereit, Gespräche zu führen, wenn ein tragfähiges Konzept besprochen werden soll“. Der DRB will sich die Ideen der Vereine anhören und im Vorstand über das weitere Vorgehen beraten. Ein Zeitrahmen wurde nicht mitgeteilt. Dem Vernehmen ändert die Vereinbarung von Nürnberg nichts daran, dass es nächste Saison parallel zwei Ligen gibt.

Der Streit war eskaliert, als der Verband den deutschen Ringern mit einem Kader-Ausschluss drohte, wenn sie bei einem DRL-Club bleiben. Weltmeister Frank Stäbler verließ daraufhin den deutschen Meister und künftigen DRL-Verein Germania Weingarten, der Olympia-Dritte Denis Kudla musste sich von Rekordmeister VfK Schifferstadt trennen.