Brillierte unter anderem am Pauschenpferd: KTV-Athlet Tomoya Kashiwagi.
Tom Arendt
Sport
Athleten der KTV Straubenhardt gewinnen auch den zweiten Wettkampf

Straubenhardt. Obwohl die Kunstturnvereinigung (KTV) Straubenhardt beim TuS Vinnhorst auf einige Leistungsträger verzichten musste, konnte die Riege von Teammanager Lukas Dauser dank eines breit aufgestellten Kaders auch im zweiten Wettkampf in der ersten Bundesliga überzeugen.

Die Nordschwarzwälder gewannen beim Verein aus dem Vorort von Hannover klar mit 58:20 nach Score-Punkten.

Zu Beginn stotterte der KTV-Motor noch etwas. Trotz deutlich höherem Ausgangswert am Boden verlor Dario Sissakis das Eröffnungs-Duell. Mit einer sauberen Boden-Kür mit der höchsten Wertung von 13,65 Punkten konterte Alexander Kunz und brachte die KTV mit vier Scores in Führung. Youngster Matvey Fokin sammelte wertvolle Wettkampferfahrungen, war aber gegen Marcel Graf letztendlich chancenlos. So blieb es Nick Klessing überlassen, mit seinen drei Scores die ersten beiden Gerätepunkte mit 7:6 mit in den Nordschwarzwald zu entführen.

Souveräne Vorstellung

Bereits am Pauschenpferd nahm der KTV-Express weiter an Fahrt auf. Kunz, Tomoya Kashiwagi und der der kroatische Weltklasse-Turner Illia Kovtun bauten die KTV-Führung mit 9:4 Scores weiter aus. Nicht den Hauch einer Chance hatte der TuS Vinnhorst an den Ringen gegen den aktuellen Deutschen Mannschaftsmeister aus Straubenhardt. Kovtun und Klessing schraubten mit jeweils vier Scores, Kunz und Kashiwagi mit deren drei das Ergebnis zu einer beruhigenden 30:10-Pausenführung nach oben. Dabei überzeugten alle KTV-Turner mit technisch wesentlich anspruchsvolleren Übungen als ihre direkten Gegner. Mit einer reellen Wertung von 13,70 Zählern brillierte der 22-Jährige Kovtun amRinge-Gerüst mit einer mit Kraftelementen gespickten Kür.

Die Straubenhardter Überlegenheit war auch am Sprung sehr deutlich. Erneut waren alle vier KTV-Athleten in der technischen Schwierigkeit ihren Gegnern klar überlegen. Kashiwagi bekam vom Kampfgericht mit nur minimalen 0,80 Punkten Abzug eine Gesamtnote von 14,00 Punkten und vier Scores zugesprochen. Neben drei Scores von Sissakis gewann der erst 15 Jahre alte Nachwuchsturner Fokin ebenfalls drei Scores zum 10:2-Sieg nach Gerätepunkten.

Nur kurze Wackler

Die einzige Schwäche des Wettkampfes zeigte die KTV am Barren. Hier waren die Duell-Siege von Kovtun und Kunz zu wenig, um der KTV Gerätepunkte zu sichern. Diese waren aber das einzig Zählbare für den TuS Vinnhorst, der hier mit 8:4 überlegen war.

Eine Flugshow der Extraklasse zelebrierte erneut Kovtun am Königsgerät Reck. Er zog seinem Teamkameraden Kashiwagi mit der Tageshöchstwertung von 14,00 Punkten gleich und sicherte der KTV fünf weitere Scores. Nervenstark gewannen auch Fokin, Kashiwagi und Kunz jeweils drei Scores zum deutlichen 14:0 Gerätesieg.

Straubenhardt stellte mit Illia Kovtun (16), Alexander Kunz (14) und Tomoya Kashiwagi (12) auch die drei Topscorer des Wettkampfes. „Milan Hosseini und Nils Dunkel haben uns wegen ihres Einsatzes beim Weltcup in Osijek natürlich gefehlt, deshalb haben wir uns heute auch etwas schwer getan. Hinzu kam noch der kurzfristig krankheitsbedingte Ausfall von Mert Öztürk. Die Mannschaft hat aber trotzdem sehr solide geturnt“ resümierte Teammanager Dauser nach dem Wettkampf zufrieden.

Er zeigte sich ebenso mit den vier Geräteeinsätzen von Nachwuchsturner Matvey Fokin sehr angetan. „Matvey hat mit sechs erturnten Score-Punkten unser Vertrauen in den Nachwuchs bestätigt. Wir sind auf einem guten Weg“, ergänzte Dauser.

Die KTV geht auch beim Stadt-Turnverein Singen am kommenden Samstag als klarer Favorit in den Wettkampf. Der Aufsteiger hat seinen Wettkampf gegen TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau mit 17:47 verloren. Die nächste richtig schwere Aufgabe auf dem Weg zur Titelverteidigung erwartet Straubenhardt am 25. April beim Heimwettkampf gegen den SC Cottbus.

Eintrittskarten unter: www.ktv-straubenhardt.de/termine