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Florian Taafeö von der TGS Pforzheim. 

Blitzstart der TGS Pforzheim raubt Saarlouis die Zuversicht

Pforzheim/Saarlouis. Die Handballer der TGS Pforzheim haben ihren personellen Problemen getrotzt und mit 27:24 (15:9) bei der HG Saarlouis den nächsten Sieg in der 3. Liga Süd gefeiert. Dabei wollten die Gastgeber an diesem Abend zurück in die Erfolgsspur und defensiv Beton anrühren. Doch als Fabian Dykta nach zwölf Minuten zur Pforzheimer 9:2-Führung getroffen hatte, war dieser Plan der Gastgeber durchkreuzt.

Die Saarländer wollten den TGS-Angriff um Maris Versakovs und Florian Taafel ausbremsen, doch Versankovs hatte die Reise erst gar nicht mitgemacht, lag mit Fieber im Bett. Den Beton rührten deshalb die Rot-Weißen aus Pforzheim an. Jonathan Binder war es, der hinter einer aufopferungsvoll kämpfenden Abwehr mit 14 Paraden und drei gehaltenen Strafwürfen Spieler des Tages war. So kamen die TGSler zu ihrem gefürchteten Konterspiel.

Es war Saarlouis’ Spielertrainer Phillip Kessler, der dem durchgebrochenen Yanez Kirschner in der 21. Spielminute beim Wurf in den Arm griff – und dafür mit einer Zweiminutenstrafe davonkam. 40 Sekunden später stieß Davor Sruk einen HG-Angreifer beim Sprungwurf und wurde von den Unparteiischen disqualifiziert. Diese „Ungleichbehandlung“ brachte die TGS-Verantwortlichen in Rage. Die Spieler um Kapitän Florian Taafel bewahrten aber die Ruhe, obwohl mit Sruk eine weitere Korsettstange im Team fehlte und Michal Wysokinski nach mehreren Attacken angeschlagen war und immer wieder behandelt wurde.

Mit einer deutlichen 16:10-Führung gingen die Pforzheimer in die Pause. Wer gedacht hatte, dass die HG nun einen Zahn zulegen würde, sah sich getäuscht. Als Marco Kikillus nach 40 Spielminuten zum 21:12 für seine Farben einnetzte, bahnte sich sogar ein Debakel für Saarlouis an. Doch nun machte sich bei den Spielern von Andrej Klimovets der Kräfteverschleiß bemerkbar. Roy James, der im Abwehrverbund wieder eine bärenstarke Leistung bot, musste im Angriff für Wysokinski sogar die Kreisläuferposition übernehmen. Doch die TGS verwaltete ihren Vorsprung relativ souverän.

„Unsere grandiosen ersten zehn Spielminuten raubten Saarlouis den Glauben an ihre Chance. Jonathan Binder mit seiner überragenden Vorstellung tat dann ein Übriges“, bilanzierte ein sichtlich zufriedener TGS-Vorstand Wolfgang Taafel.