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Im Kreise der alten Boxkollegen: Walter Körper (vorne Mitte) bei einem Treffen im Benckiserhof im Herbst 2015. Links von ihm der große Trainer Heinz Weishaar, rechts Hardy Ansorge.  PZ-Archiv/Hepfer
Im Kreise der alten Boxkollegen: Walter Körper (vorne Mitte) bei einem Treffen im Benckiserhof im Herbst 2015. Links von ihm der große Trainer Heinz Weishaar, rechts Hardy Ansorge. PZ-Archiv/Hepfer
14.07.2017

Boxer trauern um Walter Körper

Pforzheim. Ein Kämpferherz hat aufgehört zu schlagen – treffender als bei Walter Körper war dieses Zitat selten in einer Todesanzeige. Walter Körper war eine Kämpfernatur.

Das können viele Menschen bezeugen, die den ehemaligen deutschen Meister im Fliegengewicht in seiner Glanzzeit im Ring sahen. Jetzt ist der Pforzheimer im Alter von 87 Jahren gestorben. Die Beisetzung ist am kommenden Freitag (12.30 Uhr) auf dem Hauptfriedhof.

Große Kämpfe in der Jahnhalle

Wenn Körper und seine Kollegen vom Boxring Blau-Weiß Pforzheim in den 50er- und 60er-Jahren in den Ring stiegen, war die Jahnhalle oft mit 1300 Zuschauern ausverkauft. „Er war ein richtiger Kamerad. Wenn er etwas gesagt hat, konnte man sich immer auf ihn verlassen“, erinnert sich Hans Korhummel, einer der boxerischen Wegbegleiter des Pforzheimers.

Dabei war das Einhalten des Gewichtslimits von 51 Kilogramm schon immer ein Kampf für sich. Und Körper bekam es in seiner besten Zeit auch noch ständig mit dem Olympiazweiten von Helsinki, Edgar Basel aus Mannheim, zu tun. „Ich habe ihm das Leben so schwer wir möglich gemacht, aber nie gewonnen“, hatte Körper im Jahr 2015 bei einem Treffen der ehemaligen Pforzheimer Box-Recken der Pforzheimer Zeitung erzählt. 1968 belohnte sich Körper aber doch noch für seinen nimmermüden Einsatz, wurde deutscher Meister und für die Olympischen Spiele in Mexiko City nominiert. „Ich habe aber abgesagt, weil mir mein Geschäft wichtiger war. Das habe ich nie bereut“, so Körper später.