Nachdenklich: das CfR-Cheftrainerduo Sani Murati (links) und Alexander Freygang nach ihrer ersten Niederlage mit dem CfR.
PETER HENNRICH
Sport
CfR Pforzheim-Torhüter noch bester Mann beim 0:2 gegen Oberachern
  • Johannes Bächle

Pforzheim. Gut 48 Stunden nach der Beförderung zur Dauerlösung muss das CfR-Trainerduo Alexander Freygang und Sani Murati die erste Niederlage als Cheftrainer des Oberligisten 1. CfR Pforzheim hinnehmen. Gegen den SV Oberachern setzte es am Samstag für die Goldstädter aufgrund einer schwachen ersten Hälfte eine verdiente 0:2-Heimniederlage.

Besonders bitter für das Trainergespann: gegen den Gast aus dem Ortenaukreis erwies sich vor allem die zuvor deutlich verbesserte Pforzheimer Abwehrarbeit als der große Knackpunkt.

Im ersten Durchgang machte es sich der CfR aufgrund vieler Fehlpässe und Unstimmigkeiten selbst unnötig schwer. „Wir haben viele falsche Entscheidungen getroffen“, ärgerte sich auch Alexander Freygang im Anschluss an die Partie.

Die erste folgenschwere Entscheidung gab es für die gut 400 Zuschauer in der Kramski Arena bereits nach zwei Minuten zu sehen. Den Pforzheimern gelang es auf dem linken Flügel nicht, einen Flankenversuch von Oberachern zu unterbinden. So gelangte der Ball zu Nico Huber, der aus gut sechs Metern den Ball zum 1:0 ins Tor köpfte.

Verlass auf Schlussmann

Auch in den Folgeminuten kam der aggressiv aufspielende Gast gleich mehrfach gefährlich vor das Pforzheimer Tor. Auf CfR-Keeper Yusuf Tirso war diesmal jedoch Verlass: Sowohl gegen SV Stürmer Marin Stefotic (9.) als auch gegen Torschütze Huber (10.) behielt Tirso die Oberhand. Als dann aber der Ex-Pforzheimer Cemal Durmus (13.) wenige Zeigerumdrehungen später begleitet von drei Pforzheimer Verteidigern am linken Strafraumrand zum Abschluss kam, zappelte der Ball erneut im Netz.

Auch nach dem zweiten Gegentreffer gelang es dem CfR nicht, die Defensivprobleme abzustellen – bis zum Pausenpfiff brachte der engagierte Gast das Goldstädter Tor noch mehrmals in Gefahr. In der Pause zogen Freygang und Murati die notwendigen Schlüsse und brachten mit Konstantinos Markopoulos, Alexander Götz und Denis Gudzevic gleich drei Neue in die Partie. Für den Letztgenannten endete der Arbeitseinsatz jedoch bereits nach einer starken halben Stunde wieder, als er mit Gelb-Rot (83.) des Platzes verwiesen wurde. Bis dato konnte Pforzheim jedoch eine erhebliche Leistungssteigerung verzeichnen.

Mit neuem Schwung und viel Druck war der CfR aus der Kabine gekommen und bereite dem Gast so erhebliche Probleme. Nur Zählbares sprang dabei nicht heraus. Auf der Gegenseite konnte auch Oberachern durch Konter immer wieder Nadelstiche setzen. Wieder war es CfR-Torhüter Tirso, der seine Mannschaft vor größerem Übel bewahrte. „Eine tolle Leistung,“ lobte auch Freygang seinen Keeper. Dies sollten jedoch die einzig lobenden Worte bleiben, die Freygang für den Auftritt seiner Mannschaft fand, denn trotz aller Mühen gelang es den Pforzheimern bis zum Schluss nicht, den SVO-Sieg ernsthaft ins Wanken zu bringen. So resümierte Freygang folgerichtig: „Das war ein verdienter Sieg für Oberachern.“