Aalen/Ispringen. Geträumt haben sie davon, aber daran geglaubt? Die Fans der Ringer des KSV Ispringen hatten im Halbfinal-Hinkampf daheim gegen den Favoriten KSV Aalen 05 den erhofften Sieg verpasst, dafür ein hoch spannendes und ehrenwertes 11:11-Remis gesehen. Im Normalfall zu wenig, um beim erfahrenen Bundesligisten am Ende das Ticket fürs Finale der deutschen Ringer-Meisterschaft zu lösen. Doch die Optimisten sollten Recht behalten. Dem KSV Ispringen gelang mit einem 13:7-Sieg die Sensation.
Der Bundesligist aus dem Enzkreis setzte sich im Halbfinal-Rückkampf beim KSV Aalen etwas überraschend durch. Vor allem die schwereren Kaliber erwiesen sich als fleißige Punktesammler. Der Ispringer Kakhaber Khubezthy musste im Freistil gegen Ruhullah Gürler nur 2:41 Minuten auf die Matte und sammelte dabei am meisten Zählbares. Seine vier Punkte wegen „technischer Überlegenheit“ brachen den Aalenern das Genick. Auch den drei Punkten von Mihail Sava im Freistil gegen Selahattin Kilicsallayan hatten die Gastgeber nichts entgegenzusetzen.
Fünf Siege der in den leichteren Gewichtsklassen stärkeren Aalener, die aber als maximale Ausbeute nur zweimal zwei Punkte brachten, standen ebenfalls fünf Siege der Ispringer gegenüber. Durch die überlegenen Siege von Khubezthy und Sava fiel der 13:7-Endstand dann am Ende recht deutlich aus. Aber es wäre noch mehr drin gewesen, denn drei Siege der Aalener standen nach Nerven aufreibenden sechs Minuten Kampfzeit bis zum letzten Griff auf der Kippe.
Im Finale um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Ringen muss der KSV Ispringen nun den Favoriten der SVG Weingarten entgegentreten. Die Weingartener hatten schon den Hinkampf beim ASV Nendingen mit 14:8 gewonnen und legten im Rückkampf einen 11:6-Sieg nach. Das wird keine leichte Aufgabe für den KSV, aber wenn es den Ispringern gelingen sollte, ihre stärkste Mannschaft antreten zu lassen, dürfte es für Weingarten schwer werden, entscheidend zu dominieren. In der Bundesligasaison gab es jedenfalls zwei SVG-Siege.
Finale am 7. und 14. Januar
Der dritte könnte am Samstag, 7. Januar, folgen, wenn der KSV auswärts zum ersten Finalkampf antreten muss. Aber vielleicht ist das am Ende ein Vorteil für die Ispringer, die dann im alles entscheidenden Rückkampf am Samstag, 14. Januar, genau wissen, was sie leisten müssen, um die deutsche Ringermeisterschaft in den Enzkreis zu entführen.
KSV Aalen 05 | KSV Ispringen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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