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In Feierlaune waren die KSC-Fußballer mit Kapitän David Pisot (rechts) am Ende einer erfolgreichen Saison, die den Spielern auch gute Zensuren eintrug. Deck
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Die Karlsruher Torfabrik: Anton Fink (links) und Marvin Pourié.

Das Saisonzeugnis für die Spieler des Aufsteigers Karlsruher SC

Geschafft! Zwei Jahre nach dem bitteren Abstieg aus der 2. Fußball-Bundesliga feiert der Karlsruher SC die Rückkehr. Dabei musste Trainer Alois Schwartz die Mannschaft vor der Saison wieder kräftig umbauen. Er tat das mit Erfolg. Hier das PZ-Zeugnis für seine Spieler.

Die Stammspieler

Benjamin Uphoff (25)

Torwart (37 Punktspieleinsätze/3299 Spielminuten)

Der Karlsruher Keeper verschuldete zwar das eine oder andere Gegentor, aber nie eine Niederlage. Im Gegenteil: Uphoff sicherte dem KSC etliche Zähler, war ein sicherer Rückhalt.Note: 1,5

Marco Thiede (26)

Rechtsverteidiger (37/3273)

Lauf-, Kampf- und Einsatzbereitschaft waren klasse! Trotzdem nur einmal Gelb-gesperrt. Ein wertvoller Teamplayer trotz technischer Schwächen – vor allem, wenn’s nach vorne geht. Note: 2,5

Daniel Gordon (34)

Innenverteidiger (36/3272)

Eine Gelb-Sperre, einmal Gelb-Rot-gesperrt. Und in Wiesbaden hätte der frühere jamaikanische Nationalspieler auch Rot sehen können. Andererseits: gutes Stellungsspiel, am Ball abgeklärt, immer noch unheimlich kopfballstark – auch in der Offensive. Drei Tore. Note: 2,0

David Pisot (31)

Innenverteidiger (38/3420)

In jeder Hinsicht – auf und neben dem Platz – ein vorbildlicher Kapitän. Defensiv zweikampfstark, konsequent und kompromisslos, dabei immer äußerst fair. Nur drei Gelbe Karten! Weiß, was er fußballerisch drauf hat – und was nicht. Bei KSC-Ecken immer vorne dabei. Drei Tore.Note: 1,5.

Damian Roßbach (26)

Linksverteidiger (37/3318)

Mischt sich gerne vorne ein – dreimal mit Torerfolg. Wirkt defensiv zwar nicht immer sattelfest, was auch auf seinen Offensivdrang zurückzuführen ist. Beackert 90 Minuten lang die Außenbahn. Note: 2,0

Burak Camoglu (22)

Mittelfeld rechts (24/1662)

Große Einsatz- und Laufbereitschaft. Schnell und quirlig – oftmals aber nur mit geringem Wirkungsgrad. Nur zwei Treffer. Mehr Vorbereiter als Torschütze. Note: 3,0.

Manuel Stiefler (30)

Allrounder (35/2916)

Das Kraftzentrum des KSC-Spiels. Flexibel einsetzbar, vom defensiven zentralen Mittelfeld über die Außenbahn bis zur Außenverteidigerposition. Ein Kilometerfresser. Geht überall hin – auch dorthin, wo es weh tut. Schont weder sich noch den Gegner. Einmal Gelb-gesperrt. Zwei Tore. Note: 1,5

Marvin Wanitzek (26)

Zentrales Mittelfeld (37/3326)

Der „Quarterback“ der Wildparkprofis. Trotz beachtlicher sechs Tore und acht Assists sind seine Statistiken noch ausbaufähig. Für seine Schussstärke und -technik oft nicht nahe genug am gegnerischen Tor. Elfmeter verballert beim 1:3 daheim gegen Lotte. Einmal Gelb-gesperrt. Note: 2,0

Marc Lorenz (30)

Mittelfeld links (32/2534)

Zwölf Gelbe Karten – einige wegen Meckerns – und eine Gelb-Rote Karte. Angesichts seines starken linken Fußes sind vier Tore zu wenig. Elfmeter verschossen beim 1:1 in Jena. Note: 3,0

Anton Fink (31)

Hängende Spitze (38/2849)

Der beste Drittligatorjäger aller Zeiten (136 Treffer). In dieser Saison 15 Tore – davon fünf Elfmeter, einen weiteren hat er verschossen – und zehn Assists. Tolle Ballbehandlung und Schusstechnik, klasse Direktspiel. Gutes Auge und Stellungsspiel. Da kann man ihm durchgehen lassen, dass er gelegentlich einen Laufweg oder einen Zweikampf auslässt. Note: 1,5

Marvin Pourié (28)

Mittelstürmer (37/3258)

Mit 22 Treffern (mehr als ein Drittel aller KSC-Tore) der Torschützenkönig der Dritten Liga in dieser Saison. Nicht nur wegen des bei der Heimniederlage gegen Aalen (0:3) verschossenen Elfmeters hätten es auch noch ein paar mehr sein können. Rennt und kämpft unermüdlich – nicht nur für sich, sondern auch und gerade für die Mannschaft. Schnell, zweikampfstark. Ein echter Unterschiedsspieler. Note: 1,0

Die Ersatzspieler

Sven Müller (23)

Torwart (2/121)

Durfte nur zweimal für den verletzten Stammkeeper Benjamin Uphoff einspringen und machte das gut: 30 Minuten beim 0:0 in Lotte und beim 2:1-Heimsieg gegen Osnabrück. Anschließend: Bandscheibenvorfall.

Martin Röser (28)

Mittelfeld (19/760)

Nur zweimal über 90 Minuten am Ball. Ein Tor – beim 4:1-Sieg in Münster. Fiel wochenlang wegen einer angebrochenen Rippe aus. Deshalb für ihn eine eher enttäuschende Saison.

Alexander Groiß (20)

Mittelfeld zentral (17/781)

Blinddarm, Bauchmuskel, Adduktoren, Schambein – war fast ständig verletzt. Ging nur viermal über 90 Minuten und konnte nur ansatzweise zeigen, warum ihn der KSC verpflichtet hat. Zählt zu den Spielern, die noch viel Luft nach oben haben.

Christoph Kobald (21)

Verteidiger/Mittelfeld (13/737)

Fünf Spiele über die volle Zeit. An den letzten drei Spieltagen an der Schulter verletzt. Als Innenverteidiger und/oder im defensiven Mittelfeld zukünftig durchaus eine Alternative zum aktuellen Personal. Kam an den Stammspielern auf seinen Positionen (noch) nicht vorbei.

Saliou Sané (26)

Mittelstürmer (21/422)

Nur einmal 90 Minuten auf dem Platz. Ansonsten immer nur eingewechselt. Konnte nie Ansprüche auf die Startelf anmelden. Hatte mit Pourié und Fink aber auch zwei echte Platzhirsche vor sich.

Kyoung-Rok Choi (24)

Mittelfeld offensiv (21/866)

Brachte bei den Wildparkprofis bisher kein Bein auf den Boden. Guter Fußballer, aber zweikampfschwach. Konnte seine wenigen Startelfchancen nicht nutzen.

Ergänzungsspieler

Malik Batmaz (19/4/116): Der Torschützenkönig der A-Junioren Bundesliga Südwest ist ein Mann für die Zukunft; Marin Sverko (21/2/33): Der Außenverteidiger aus Kieselbronn war vom Bundesligisten Mainz ausgeliehen und verletzungsbedingt erst spät in der Saison einsetzbar; Justin Möbius (22/5/125): Plagte sich mit Muskelfaserriss, Gürtelrose und Schleudertrauma; Dominik Stroh-Engel (33/1/1); Ist nicht mehr der Torjäger, der er einmal war, möchte angeblich nicht noch eine dritte Spielzeit im Wildpark „absitzen“; Sercan Sararer (29/9/243): Kam in der Winterpause, konnte nicht helfen. Vertrag läuft aus; Janis Hanek (20/7/149) und Tim Kircher (20/3/102): Die Jungs aus dem eigenen Nachwuchs taten sich schwer, könnten als Leihspieler anderswo Spielpraxis sammeln.