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Die vordere Tabellenregion haben Valentin Hörer (am Ball) und seine TGS in der 3. Handball-Bundesliga im Visier. Foto:  Becker
Die vordere Tabellenregion haben Valentin Hörer (am Ball) und seine TGS in der 3. Handball-Bundesliga im Visier. Foto: Becker
22.10.2015

Der Blick geht nach oben bei Pforzheims Spitzenhandballern

Pforzheims Spitzenhandballer schielen in der Tabelle nach oben. Das gilt in der 3. Liga für die TGS Pforzheim (Heimspiel gegen die HSG Konstanz) ebenso wie in der Oberliga, wo die SG Pforzheim/Eutingen zum Spitzenspiel beim Tabellenführer HSG Oftersheim/Schwetzingen antritt. Auch die Frauen der HSG Pforzheim (3. Liga) könnten mit einem Heimerfolg gegen den TV Möglingen in höhere Tabellenregionen vorstoßen.

„Der Sieg in Hochdorf bekommt erst richtig Wert, wenn wir auch das Verfolgerduell mit Konstanz für uns entscheiden“, sagt Wolfgang Taafel, Sportlicher Leiter beim Drittligisten TGS Pforzheim. Er ist optimistisch, weil die Wartberger fast komplett sind, nachdem sich Hagen Körner zurückgemeldet hat. 8:2 Punkte hat das Team aus den letzten fünf Spielen geholt. Ein Spaziergang wird die Auseinandersetzung (19.00 Uhr/Bertha-Benz-Halle) aber nicht. Die Konstanzer haben zwar mit Bruderhofer, Österle und Faißt vor der Saison einige Routiniers verloren, das starkt verjüngte Team hat aber mit fünf Siegen aus den ersten sieben Begegnungen aufhorchen lassen. Dank der örtlichen Universität konnte man mit Poltrum (TV Hüttenberg) und Hanemann (HSG Wetzlar) zwei Nachwuchsnationaltorhüter an den Bodensee locken, zudem kam mit Tim Jud ein Schweizer U21-Nationalspieler für die Spielmacherposition. Und vom bayerischen Absteiger TSV Friedberg wechselte Rechtsaußen Fabian Haßelmann an den See.

Entscheidend könnte am Samstag sein, wer die bessere Abwehr und den besseren Torhüter stellt. Dabei fehlt der TGS mit dem beruflich verhinderten Jonathan Binder einer der beiden Stammkeeper. Jörg Ludwig wird also im Fall der Fälle für Daniel Sdunek zwischen die Pfosten müssen.

In der 3. Liga der Frauen will die HSG Pforzheim nach dem Last-Minute-Sieg in Bietigheim am Samstag daheim gegen den TV Möglingen (18.00 Uhr/Fritz-Erler-Halle) sein Punktekonto erstmals in dieser Runde positiv stellen. Obwohl die bisherigen Erfahrungen mit dem Gegner aus dem Kreis Ludwigsburg nicht positiv waren (nur ein Sieg in vier Spielen), kalkuliert man in der Fritz-Erler-Halle mit dem Punktepaar. Denn Annika Henschel, die zuletzt in Bietigheim fehlte, wieder dabei sein wird und die Pforzheimerinnen damit erstmals mit dem Paraderückraum Antonewitch- Henschel-Ramrirez auflaufen. Denise Geier, die in der Torschützenliste schon ganz oben stand, ist Möglingens beste Torschützin.

In der Oberliga der Männer spricht im Spitzenspiel zwischen der HG Oftersheim/Schwetzingen und der SG Pforzheim/Eutingen eigentlich alles für die Gastgeber aus der Kurpfalz, denn die führen mit 13:1 Zählern nicht nur souverän die Tabelle an, sie sind saisonübergreifend sogar seit 20 Spielen ohne Niederlage. Dennoch will Alexander Lipps mit den Pforzheimer Handballern in der Höhle des Löwen punkten. Schließlich kennt man viele Spieler des ehemaligen Zweitligisten aus vielen Duellen in der Jugend bestens – und da war meist Pforzheim als Sieger vom Platz gegangen.

Gut für die Pforzheimer ist, dass sich die personelle Lage entspannt. Drasko Mrvaljevic hat seine Sperre (ein Spiel) abgesessen. Auch die Schulterverletzung von Carlo Petruzzi könnte auskuriert sein.

Der TV Bretten will das im Derby mit Heidelsheim/Helmsheim verpasste Punktepaar daheim gegen den TSV Schmiden holen. Einen erneuten Spielverlust gegen ein Kellerkind darf sich die Catak-Truppe trotz des derzeitigen Verletzungspechs nicht erlauben, sonst sind die Melanchthonstädtern bald mittendrin im Abstiegskampf.