Zum EM-Auftakt in der Rugby-Europameisterschaft gab es für die deutsche Nationalmannschaft in Tiflis die erwartete Niederlage. Gegen Titelverteidiger Georgien gab es ein deutliches 7:59 (7:26). Damit bleibt das deutsche 15er-Team in der Division 1A des European Nations Cups mit einem Punkt auf dem sechsten und letzten Tabellenplatz.
Dabei legte Deutschland im Avtchala-Stadion als Außenseiter los wie die Feuerwehr. Bereits in der siebten Spielminute gelang Schlussspieler Oliver Paine (TV Pforzheim) nach einem geblockten Kick der Georgier und einem anschließenden 50-Meter-Sprint der erste Versuch zur 5:0-Führung für das DRV-Team. Sein Vereinskollege Carlos Soteras-Merz (Innendreiviertel) baute die Führung mit einer verwandelten Erhöhung auf 7:0 aus. Neben Paine und Soteras-Merz standen mit Jörn Schröder, Rob May und Jeremy Te Huia drei weitere Pforzheimer in der Startformation.
In der 13. Minute gelang den Hausherren der schnelle Ausgleich. Das deutsche Team spielte aber weiter mutig nach vorne. Durch Kicks versuchten die DRV-Spieler die georgische Defensive unter Druck zu setzen und hatten in der 15. Minute die Chance auf die erneute Führung. Doch Carlos Soteras-Merz setzte einen Straftritt neben die Stangen.
Bis zur 26. Minute hielt Deutschland mit Kicks und sicherem Passspiel die Partie offen, ehe das Unheil seinen Lauf nahm. Nach einer verpassten guten Einlaufchance der Deutschen konterte Georgien und führte 14:7. Bis zur Pause baute der Titelverteidiger den Vorsprung auf 26:7 aus. In der zweiten Halbzeit drückten die physisch und athletisch starken georgischen Stürmer dem Spiel ihren Stempel auf. Erschwerend kamen zwei gelben Karten hinzu, eine für Oliver Paine (65. Minute), weil er einen Versuch regelwidrig verhindert hatte. Die daraus resultierenden zehnminütigen Strafzeiten schwächten das Team zusätzlich.
Die Deutschen müssen ihre Punkte aber sowieso in anderen Spielen holen, zum Beispiel am kommenden Samstag (13. Februar) gegen Russland in Sotschi.

