Pforzheim. Nicht weniger als 18 Deutsche Meister, sechs Europameister und sogar ein Vizeweltmeister hatten sich Freitagabend im Pforzheimer Congresscentrum (CCP) versammelt: „Egal auf welcher Stufe der Lebenstreppe Sie sich befinden: Sie sind wahre Meister“, befand denn auch Gudrun Augenstein mit Blick auf die Athleten bei der Sportlerehrung des Sportkreises Pforzheim Enzkreis. Die Sportkreisvorsitzende ehrte 69Sportler, die sich 2011 bei Welt-, Europa- oder deutschen Meisterschaften in ihrer Disziplin aufs Treppchen gekämpft hatten.
[Bildergalerie] Sportlerehrung des Sportkreises Pforzheim Enzkreis im CCP - 1 „Ohne ehrenamtliches Engagement sind sportliche Erfolge nicht möglich“ würdigte Pforzheims Oberbürgermeister Gert Hager sowohl die Arbeit der Betreuer als auch die Leistungen der bunten Athletenschar: Teenager wie die Schwimmerin Caroline Koch wurden genauso von Moderator Jörg Augenstein nach vorne gebeten, wie die Ü60-Herren des TVWolfsberg. Zierliche Athleten wie Radfahrer Jonas Friedrich vom RMSCÖlbronn genauso wie der muskelbepackte Unterwasserrugbyspieler und Vizeweltmeister Fabian Schmitt. Sie waren es, die zum einen zeigten, welche Top-Resultate in der Region erbracht werden. [Bildergalerie] Sportlerehrung des Sportkreises Pforzheim Enzkreis im CCP - 2 Zugleich stand die breite Masse der Aktiven auch sinnbildlich für die Vielfalt des Sports in der Region auf der Bühne: In Showeinlagen fuhren die Rollkünstläufer des RRMSV Kieselbronn zur Musik aus „König der Löwen“, zu Queens „Bohemian Rapsody“ drehten sich Rhönrad-Fahrerinnen des TB Wilferdingen.Lob für Können und Ehrgeiz
Aufgelockert wurde die Atmosphäre auch durch die Kinder-Geräte-Turngruppe des Turngaus Pforzheim-Enz und Tischtennisspieler vom Tischtennisbezirk. Spontan wagte sich Sportbürgermeisterin Monika Müller ans Brett: Im Doppel mit Büchenbronns Ortsvorsteher Bernhard Schuler. Und unter den Keulenschwingern war auch eine, die kurz darauf mit Urkunde in der Hand erneut auf der Bühne stand: Saskia Becker, die bei der deutschen Meisterschaft Mannschafts-Bronze gewann.
Doch ob „ihr“ Tischtennis oder Billard, ob Gehörlosenkegeln oder Faustball: Das Lob der Sportkreisvorsitzenden Augenstein über deren „Ehrgeiz, Können und großen Trainingsfleiß“ galt allen prämierten Sportlern – und somit auch einer jungen und doch alten Bekannten: Auch das 18-jährige Schwimm-Ass Silke Lippok durfte sich in den Ehrungsreigen einreihen – auch, wenn die Kurzbahn-Europameisterin am Ende ihrer Abiturwoche wie recht viele Sportler nicht den Weg ins CCP fand.
Einer der da war und zugleich die Grußworte der Sportler überbrachte, war Timo Hufnagel: „Wir brauchen Rahmenbedingungen, die den sportlichen Erfolg ermöglichen“, sagte der deutsche Ringtennis-Meister mit Blick auf Trainer, Familien und Trainingstätten. Letztgenannte fanden sich auch in seinem abschließenden Appell zum Neubau der Hilda-Halle wieder: Es sei wichtig, so Hufnagel, dass dabei „nicht nur den Interessen des Schulsports, sondern auch denen der Vereine Rechnung getragen wird“.




